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EDS enttäuscht die Wallstreet

23.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) ist in seinem ersten Geschäftsquartal hinter den Umsatzerwartungen der Analysten zurückgeblieben. Das US-Unternehmen konnte seine Einnahmen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zwar um 7,1 Prozent auf 5,34 Milliarden Dollar steigern, lag jedoch deutlich unter den durchschnittlichen Prognosen der Wallstreet-Experten (First Call/Thomson Financial) von 5,7 Milliarden Dollar. Ohne die Einnahmen aus Geschäften mit der ehemaligen Muttergesellschaft General Motors, die nach wie vor größter Kunde von EDS ist, erwirtschaftete das texanische Unternehmen ein Umsatzwachstum von acht Prozent. Das Auftragsvolumen sank von 7,5 auf 7,2 Milliarden Dollar.

Das Nettoergebnis ging im Vorjahresvergleich um 21 Prozent auf 354 Millionen Dollar oder 72 Cent je Aktie zurück, lag allerdings um einen Cent über den Erwartungen der Analysten.

EDS-Chef Richard Brown erklärte, die gesamte Branche leide derzeit unter dem zögerlichen IT-Investitionsverhalten der Unternehmen. Daher sei das Umsatzwachstum geringer ausgefallen als die ursprünglich prognostizierten 13 Prozent. In Anbetracht der schwachen Marktlage korrigierte EDS seine Erwartungen nach unten. Im laufenden zweiten Geschäftsquartal rechnen die Texaner mit einer Umsatzsteigerung von fünf bis neun Prozent und für das gesamte Jahr mit bis zu neun Prozent. Zuvor hatte EDS ein Wachstum für das gesamte Geschäftsjahr von 13 bis 16 Prozent anvisiert.

Trotz allem geht Brown davon aus, das zweite Geschäftsquartal mit einem Gewinn von 78 Cent je Aktie und das gesamte Jahr mit einem Profit von 3,33 Dollar pro Anteilschein abzuschließen. Diese Zahlen liegen im Rahmen der Analystenerwartungen.

Die Anleger waren bereits im Vorfeld des nachbörslich veröffentlichten Ergebnisses skeptisch: Das EDS-Papier sank am gestrigen Montag um 2,6 Prozent und notierte bei 51,30 Dollar. Nach Handelsschluss fiel die Aktie weiter auf 51 Dollar. (ka)