Echtes VoIP per HSDPA mit JaJah und Emobile

09.10.2007
Der webbasierte Callback-Anbieter JaJah ermöglicht jetzt auch echte VoIP-Telefonate über das HSDPA-Mobilfunknetz. Der japanische Mobilfunker Emobile lässt auf seinen mobilen Internet-Geräten, die bisher zum Telefonieren ungeeignet waren, eine neue JaJah-Lösung für IP-Telefonie installieren.

Der webbasierte Callback-Anbieter JaJah ermöglicht in Japan jetzt auch echte VoIP-Telefonate über das HSDPA-Mobilfunknetz. Bisher muss man bei JaJah immer doppelt zahlen. Nachdem man auf einer Internet-Seite oder im Handy seine eigene Nummer sowie den Anschluss des Anzurufenden eingegeben hat, baut der Server eine Verbindung zu beiden Teilnehmern auf. Das ist nicht immer die billigste Variante und hat mit mobiler IP-Telefonie nur wenig zu tun: VoIP wird bei JaJah nur intern genutzt, um die Gesprächsteilnehmer anzuwählen. Die Teilnehmer benötigen lediglich ein Telefon, das mit dem Fest- oder Mobilfunknetz verbunden ist.

Jetzt soll es zumindest in Japan billiger werden. Das Unternehmen Emobile bietet ab 18. Oktober als erster japanisches Mobilfunker VoIP-Telefonate über HSDPA an. Die Lösung wurde von JaJah speziell für die "One Alpha"-Geräte von Emobile entwickelt, die bisher nur als reine Daten-Handys funktionieren und für herkömmliche Telefonate ungeeignet sind. Die von JaJah abgewickelten Anrufe kosten ins Festnetz von Japan umgerechnet 1,4 Cent pro Minute und zu japanischen Handyanschlüssen 9,7 Cent. Emobile verdient an der Bereitstellung einer Flatrate. Auch internationale Telefonate werden günstig. Ins Festnetz der USA, Chinas oder Taiwans kosten sie 1,3 Cent und nach Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien 1,4 Cent. Notrufe und Telefonate zu kostenlosen Rufnummern sind, wie bei VoIP oft üblich, nicht möglich. Bei Neugeräten ist die VoIP-Lösung bereits vorinstalliert und der Emobile-Kunde meldet sich nur noch bei JaJah an, wofür es 300 Yen Gutschrift gibt.

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