Handel im Wandel

Ebay eröffnet ersten deutschen "Kaufraum" in Berlin

05.12.2012
Die Online-Handelsplattform Ebay hat gemeinsam mit der Tochter Paypal am Mittwoch in Berlin ihren ersten stationären, allerdings nur temporären "Kaufraum" eröffnet.
Ebay-Deutschlandchef Martin Tschopp im neuen temporären "Kaufraum" in Berlin
Ebay-Deutschlandchef Martin Tschopp im neuen temporären "Kaufraum" in Berlin
Foto: Ebay

Mit ihrem Smartphone können Nutzer dort einkaufen, indem sie den jeweiligen QR-Code eines Artikels scannen - das ist eine Grafik mit verschlüsselten Informationen zu einer Internet-Adresse. "Online oder offline - das ist nicht die richtige Art zu denken. Beide Bereiche werden künftig immer mehr verschmelzen", sagte Martin Tschopp, Geschäftsführer von Ebay in Deutschland. In den USA bietet das Unternehmen diese Möglichkeit bereits in einigen Geschäften an.

Der Handel sei insgesamt in einem radikalen Umbruch, so Tschopp weiter. "Der Handel wird sich in den nächsten drei Jahren mehr verändern als in den vergangenen zehn bis 15 Jahren." Mit seinem Kaufraum dringt Ebay auch gleichzeitig in den Markt mobiler Bezahlsysteme vor. Über erste Partner-Läden bietet Ebay ebenfalls seine neuen Bezahl-Services an. Beim Apple -Reseller mStore, bei dem Lebensmittelhändler Emmas Enkel sowie bei smobsh sollen Kunden über Touch-Terminals künftig per Paypal mobil einkaufen.

Der Kaufraum in Berlin ist bis zum 16. Dezember geöffnet. Danach soll in den Räumen ein Verkaufsraum entstehen, wo sich Käufer und Anbieter über die Möglichkeiten informieren können, die Ebay als Handelsplattform bietet.

Im dritten Quartal erzielte Ebay ein zweistelliges Wachstum. Der Umsatz stieg um 15 Prozent im Jahresvergleich auf 3,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 2,6 Milliarden Euro). Der Gewinn legte um satte 22 Prozent auf 597 Millionen Dollar zu. Das Bezahlsystem Paypal ist für Ebay eine wesentliche Säule im Geschäft. Den veränderten Marktverhältnissen hatte sich Ebay in der Vergangenheit immer weiter angepasst. Unter dem Konkurrenzdruck vor allem durch Amazon bietet die einst als Markplatz für gebrauchte Artikel gestartete Plattform inzwischen immer mehr Neuware an. (dpa/tc)

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