Tipps für Apples Tablet

Easy Working mit dem iPad

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Wir haben Tipps und Gadgets zusammengetragen, die iPad-Nutzern in ihrer täglichen Arbeit weiterhelfen können.

Welches iPad-Modell ist das richtige? Reicht der Flachmann der beiden ersten Generationen noch aus, oder muss es das neue iPad sein, dessen Retina-Display die einen in helles Entzücken versetzt, den anderen aber nur ein müdes Achselzucken abringt, nach dem Motto: Das alte Display war doch prima so? Auf diesen Glaubenskrieg lassen wir uns nicht ein und beschäftigen uns stattdessen lieber mit dem iPad als Endgerät für den Mobile Worker. Und da ist uns zuallererst die virtuelle Tastatur ein Dorn im Auge.

Externe Tastaturen fürs iPad

Das Logitech Ultrathin Keyboard Cover macht das iPad zum Notebook.
Das Logitech Ultrathin Keyboard Cover macht das iPad zum Notebook.
Foto: Logitech

Längere Texte auf eine Glasfläche zu hämmern macht auf Dauer keinen Spaß. Vor allem aber ist es gar nicht nötig, gibt es mittlerweile doch eine ganze Reihe von externen Keyboards, die das Leben erleichtern. An erster Stelle ist hier das "iPad Keyboard Dock" von Apple selbst zu nennen, das Volltastatur und Ladestation kombiniert. Über ein USB-Netzteil lässt sich das iPad aufladen. Nachteil ist neben dem recht hohen Preis (91 Euro) die Tatsache, dass man das iPad nur im Hochformat einklinken kann. Aufgrund dessen lässt sich auch der Neigungswinkel nicht verändern, was die Verwendung unergonomisch macht.Besser gefällt uns deshalb die besonders flache Bluetooth-Tastatur "Logitech Ultrathin Keyboard Cover" (98 Euro), die gleichzeitig als schlanker Display-Schutz aus Aluminium verwendet wird und das iPad um lediglich acht Millimeter dicker macht. Das Tastatur-Layout ist identisch mit dem Apple-Keyboard, der Akku erfreulich ausdauernd. Eine magnetische Einsteckvorrichtung sorgt für sicheren Halt, und das iPad wird beim Öffnen des Schutz-Covers automatisch eingeschaltet. Beim Schließen wechselt es in den Energiesparmodus.

Nachteile: Das Cover ist nur für die beiden neuesten iPad-Modelle erhältlich, das kameralose Erstmodell, das noch recht weit verbreitet ist, bleibt außen vor. Außerdem haben die Konstrukteure nicht daran gedacht, die Tablet-Tastatur-Einheit etwa mit Gummi-Pads rutschfest zu gestalten.

Die besonders leichte und dünne Tastaturauflage Touchfire ist eher eine Notlösung.
Die besonders leichte und dünne Tastaturauflage Touchfire ist eher eine Notlösung.
Foto: Touchfire

Wer leichtes Gepäck bevorzugt, dem sei als Notnagel die dünne Kunststoff-Auflage "Touchfire" genannt, die sich via Magnetverschluss anbringen lässt und mit über 40 Euro doch recht teuer ausfällt. Zwar bleiben die Nachteile der virtuellen Tastatur - insbesondere das schwierige Erreichen von Umlauten und Sonderzeichen - erhalten, doch geht das Tippen auf der oberen Tastaturebene ganz gut von der Hand.

Unentbehrliches Zubehör

Rund um das iPad gibt es eine Menge mehr oder weniger nützliches Hardwarezubehör. Dazu gehört in jedem Fall das "Apple iPad Camera Connection Kit", das zwei Adapter (SD-Karte und USB) zum Importieren von Fotos in allen gängigen Formaten von einer Digitalkamera bietet (29 Euro). (Hobby-)Fotografen können ihr iPad so zum digitalen Bilderrahmen umfunktionieren und, wenn sie Besitzer des neuesten Modells sind, in den vollen Genuss des hochauflösenden Retina-Displays kommen.

Auch Apples "iPad Dock Connector to VGA Adapter" ist hilfreich. Er dient dazu, Display-Inhalte auf dem Beamer oder externen Bildschirmen anzuzeigen (zirka 15 Euro). Um die Signale hochauflösend auf HDMI-Geräte in Full HD (bis 1080p) zu übertragen, lohnt sich die Anschaffung eines entsprechenden Adapters, zum Beispiel des "KanaaN iPad iPhone iPod Dock Connector zu HDMI Adapters" (28 Euro).

Wer vom iPad oder anderen iOS-fähigen Geräten aus drucken möchte, aber keinen Airprint-fähigen Drucker in der Nähe hat, sollte die Anschaffung des "xPrintserver" von Lantronix erwägen (179 Euro in der Netzwerk-Edition, eine rund 80 Euro teure Home-Edition soll folgen). Ohne eine App installieren oder eine E-Mail versenden zu müssen, kann man über die im Stromverbrauch sparsame Box, die nicht größer als ein iPhone ist, über 4000 Netzwerk- und USB-Printer-Modelle ansteuern.

TV auf dem iPad funktioniert mit diesem DVB-T-Tuner.
TV auf dem iPad funktioniert mit diesem DVB-T-Tuner.
Foto: Equinux

TV-Freunden, denen einschlägige Apps wie "tvdigital" oder "pro-tv" wegen des oft wackeligen und zeitversetzten Empfangs nicht genügen, raten wir zur rund 100 Euro teuren Investition in den DVB-T-Tuner "Equinux tizi Mobiles TV für iPad". Einwandfreier digitaler Fernsehempfang ist meistens garantiert. Funktioniert übrigens auch auf dem iPhone und neueren iPod-touch-Versionen.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Sie ihre iPad-Tastatur optimal nutzen können.