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Easy Software senkt Umsatz, Verlust und Kapital

20.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Easy Software AG gelang es im Geschäftsjahr 2002, ihre Verluste gegenüber 2001 bei rückläufigen Einnahmen deutlich zu senken. Wie der Anbieter von Archivierungs- und Dokumenten-Management-Software (DMS) mitteilte, ist das Betriebsergebnis (EBIT) dank umfangreicher Sparmaßnahmen von minus 16 Millionen auf minus 8,8 Millionen Euro zurückgegangen. Der Nettofehlbetrag schrumpfte auf 5,2 Millionen Euro während das Unternehmen 2001 noch ein Defizit von 29,8 Millionen Euro ausgewiesen hatte. Während das Vorjahresergebnis von hohen Abschreibungen belastet wurde, erzielte Easy Software 2002 aufgrund von Forderungsverzichten und der Veräußerung der Unternehmenstöchter Scanoptiv und Easy Solutions AG außerordentliche Erträge in Höhe von 10,7 Millionen Euro. Auf der anderen Seite entstanden dem Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr in diesem Zusammenhang

allerdings auch außerordentliche Aufwendungen von 5,4 Millionen Euro. Der Umsatz ging von 34,7 Millionen auf 28,8 Millionen Euro zurück.

Wie Easy mitteilte, ist der Konzern zum 31. Dezember mit 1,25 Millionen Euro bilanziell überschuldet. Dieses Problem sei inzwischen jedoch bereits überwunden, da das Unternehmen nach eigenen Angaben im ersten Quartal bereits einen Gewinn geschrieben habe. Für die zwei darauffolgenden Quartale rechnet der DMS-Spezialist zwar wieder mit Verlusten. Da die Kosten für die Softwareentwicklung im Jahresbericht 2002 zwar ausgewiesen, aber nicht aktiviert wurden, so das Unternehmen, verfüge man noch über eine stille Reserve, die auch im laufenden Jahr zu keiner tatsächlichen Überschuldung führe. (mb)