Juniper Research

E-Reader wachsen trotz Tablet-Boom

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Die Marktforscher von Juniper Research erwarten in den nächsten Jahren ein ordentliches Wachstum im Markt für E-Book-Lesegeräte.
Amazons neue Kindle-Modelle - ganz rechts der "Fire" mit LCD statt E-Ink.
Amazons neue Kindle-Modelle - ganz rechts der "Fire" mit LCD statt E-Ink.
Foto: Amazon.com

2016 sollen nach Einschätzung der Experten 67 Millionen E-Reader verkauft werden, fast drei Mal so viele wie die 25 Millionen, die Juniper Research für 2011 ansetzt. Das sind zwar nicht einmal halb so viel wie die heuer verkauften geschätzt 55,2 Millionen Tablets, jedoch würden der Preisverfall und die E-Ink-Bildschirmtechnik dieser Geräteklasse auf absehbare Zeit eine Nische im Wireless-Ökosystem sichern.

Amazons erstes Tablet "Kindle Fire" wertet Studienautor Daniel Ashdown noch nicht als Abkehr von dedizierten E-Readern. "Amazon hat seine Hausaufgaben gemacht: Es weiß, dass kein One-size-fits-all-Gerät gibt, das jedermann glücklich macht. Während das iPad 2 - das Amazon ebenfalls verkauft - ein Premium-Tablet für die 'Generation Y' ist, hat Amazon den breiteren Markt abgedeckt", kommentiert der Juniper-Analyst. Das neue Kindle-Lineup biete eine Reihen von Optionen, und der Fire sei eine Massenmarkt-Alternative zu iPad und Co. Auch Barnes & Noble decke mit seinem "Nook Color", einem Toucscreen-LCD-Reader mit Appstore, seine Kundenbasis ab.

Erst auf längere Sicht sieht Juniper dedizierte E-Reader vom Aussterben bedroht - und zwar durch hybride Displays, die LCD-Technik (überlegen bei unter anderem hochauflösendem Video) mit E-Ink kombinieren, das ein besseres Leseerlebnis und längere Akkulaufzeiten bietet.