E-Plus setzt verstärkt auf Mehrmarken-Strategie

12.09.2007
E-Plus will seine Mehrmarken-Strategie verstärken und setzt dabei nicht länger auf Masse und wohlklingende Markennamen aus der Retorte. Auch bei regional begrenzten Projekte mit geringeren Teilnehmerzahlen sieht der Betreiber gute Chancen, seinen Kundenstamm zu erweitern.

Die E-Plus Gruppe setzt auch im kommenden Jahr auf eine Mehr-Marken-Strategie, allerdings bildet E-Plus nicht länger die Kernmarke, um die sich alle anderen Angebote gruppieren. "Alle Marken sind gleichwertig und sollen bestimmte Zielgruppen ansprechen. Dass dabei auch Kunden von einer Marke zur anderen wechseln, ist uns bewusst und zum Teil auch gewünscht", erklärt Unternehmenschef Thorsten Dirks der in Düsseldorf erscheindenden Zeitung "Rheinische Post" in ihrer Mittwochausgabe. Zwar würde das Unternehmen durch einen Wechsel weniger Umsatz pro Kunde machen, doch zumindest bliebe dieser dem Netz treu und wandert nicht zur Konkurrenz ab.

Dirks will dabei auch nicht länger auf Masse setzen: "Eine Marke darf auch nur 10.000 bis 15.000 Kunden ansprechen, es muss nur wirtschaftlich für uns und einen möglichen Partner sein", sagte er. Dirks setzt bei den Angeboten auf regionale und lokal begrenzte Projekte. "Wir wollen ganz gezielt Menschen ansprechen und müssen nicht immer alles überall anbieten." Die Flatrate-Marke BASE beispielsweise wolle er zu einer Lifestyle-Marke umfunktionieren, da sie schon jetzt in hohem Maße weibliche Kundschaft anziehe - was gewisse Vorurteile bestätigt.

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