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E-Ink zeigt Papierersatz-Prototypen

10.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Technologieschmiede E-Ink hat eine Reihe von Display-Prototypen vorgestellt, die mit einer Dicke von nur 0,3 Millimetern langsam in die Nähe von Papier kommen. Als Trägersubstrat dient den Geräten eine dünne Stahlfolie. Traditionelle LCDs bestehen aus zwei Glasscheiben und lassen sich prinzipbedingt nicht dünner als rund zwei Millimeter fertigen.

Der erste Prototyp von E-Ink, das in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässig ist, hat eine Diagonale von 1,6 Zoll (40 Millimeter) und eine Auflösung von 100 x 80 Pixel. Der Hersteller zielt damit eigenen Angaben zufolge auf Smart Cards und Handys. Eher für PDAs ist ein größeres 3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 240 x 160 Bildpunkten gedacht. Kommerzialisiert werden soll die Technik nach Angaben des Herstellers im Jahre 2004.

E-Inks monochrome Displays arbeiten grundsätzlich anders als Flüssigkristallbildschirme. Sie sind mit einem Plastikfilm beschichtet, der Millionen Mikrokapseln enthält, die eine weiße und eine schwarze Seite mit unterschiedlicher Ladung aufweisen. Je nachdem, welche Spannung am Trägermaterial anliegt, richten sie sich mit der gewünschten Farbe zum Betrachter hin aus. (tc)