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E-Commerce-Studie: Alarmsignal für den Mittelstand

13.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Einer Studie des Markforschungsunternehmens Giga Information Group zufolge sollen im Jahr 2002 zum ersten Mal Waren und Dienstleistungen im Wert von einer Billion Euro über das Internet verkauft werden. Besorgt ist der Giga-Vize Andrew Bartels allerdings über den Anschluß des Mittelstandes (Unternehmen mit 100 bis 1000 Mitarbeitern) an die Internet-Ökonomie. Bei den Mittelständlern wird bis 2002 durch E-Commerce ein jährlicher Umsatzzuwachs von lediglich 75 Prozent erwartet, während Großunternehmen pro Jahr bis zu 113 Prozent und Start-ups bis zu 124 Prozent wachsen sollen. Mit 60 Prozent aller Beschäftigten in Mittelstandsunternehmen könne es sich Deutschland nicht leisten, dieses Arbeitsmarktpotential zu gefährden, resümiert Harald Summa, Geschäftsführer der Electronic Commerce Europe Association (ECE).

Ferner sollen bereits in drei Jahren ein Drittel aller wirtschaftlichen Vorgänge in den Industrienationen durch das Internet beeinflußt werden. Um die Auswirkungen auf die Volkswirtschaften umfassend messen zu können, haben die Auguren den neuen Meßfaktor "TEI" (Total Economic Impact) geschaffen. Dieser berücksichtigt neben den Online-Zahlungen auch die im Internet organisierten Geschäfte, für die auf herkömmlichem Weg gezahlt wird.