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E-Commerce-Schwergewichte wollen Verbraucher schützen

07.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sieben Branchenriesen haben gemeinsam einen Entwurf zum Schutz von Verbrauchern beim elektronischen Handel vorgelegt. Die Unternehmen America Online (AOL), AT&T, Dell, IBM, Microsoft sowie Network Solutions und Time Warner wollen als Electronic Commerce and Consumer Protection Group dazu beitragen, einen "globalen rechtlichen Rahmen für E-Commerce" zu etablieren. Derzeit, so die Sieben, sähen sich Firmen, die im Internet Handel treiben, allzu oft mit "einem nicht zu bewältigenden Durcheinander regionaler Beschränkungen" konfrontiert. "Wir schlagen ein Modell vor, das nun alle Unternehmen, Kunden und Regierungen evaluieren können", erklärte Ron Plesser von der Kanzlei Piper Marbury, wo das Projekt koordiniert wird.

Der Entwurf sieht die Einbindung neutraler Schiedsstellen zur Online-Schlichtung von Streitigkeiten vor, soll aber bestehende Rechtswege oder Verbraucherrechte nicht einschränken, sondern ergänzen. "Es geht unter anderem darum, solche Angelegenheiten unter Berücksichtigung des Streitwerts zu regeln. Auch wenn die einzelnen Fälle für den Konsumenten individuell wichtig sind, geht es oft nur um kleine Beträge", erklärte die neue Allianz. Dafür eigens Gerichte zu bemühen, sei - vor allem, wenn die Parteien in verschiedenen Ländern sitzen - nicht praktikabel.