Dynamics AX baut auf Microsoft-Server

17.03.2006
Das vormals als "Microsoft Axapta" bekannte ERP-System kommt im Sommer auf den Markt.

Microsofts Dynamics AX 4.0 steht ganz im Zeichen der Produktstrategie, wonach alle ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning) der Redmonder mit "Microsoft Office 2003" und mit der "Microsoft Windows Server System"-Familie verknüpft werden sollen.

Zu den Neuerungen gehören vor allem eine rollenbasierende Benutzersteuerung, die Möglichkeit zur Einrichtung von firmeneigenen Web-Portalen, umfangreiche Business-Intelligence-(BI-) Funktionen und die Integration von unterschiedlichen Geschäftsprozessen über Web-Services.

Die Anwenderoberfläche ist Office nachempfunden. Sie richtet sich nach Rollen beziehungsweise Aufgaben von Mitarbeitern. Einfach zu gestaltende Favoriten-Menüs und Pfade sollen einen schnelleren Zugriff auf Funktionen gestatten. Microsoft hat hierfür 50 typische Rollen ("Personas" genannt) von Anwendern in Firmen definiert.

Zudem setzt Dynamics AX 4.0 auf die Sharepoint-Techniken von Microsoft auf. Über die "Windows Share Point Portal Services" können Firmen ihre eigenen Web-Portale aufbauen, mit denen Mitarbeiter und Arbeitsgruppen Informationen suchen, zusammenführen und organisieren.

Reporting aufgebohrt

Zu den in der Vorgängerversion enthaltenen BI-Werkzeugen kommt in der neuen noch eine programmübergreifende, konfigurierbare BI-Umgebung auf Basis der "SQL Server Reporting Services" hinzu. Diese ermöglicht es laut Microsoft, verteilte Unternehmensdaten zusammenzustellen und Schlüsse für die weitere Firmenplanung zu ziehen. Die Datenauswertung geschieht dabei direkt über den SQL Server.

Ferner lassen sich unterschiedliche Geschäftsanwendungen über Web-Services in Dynamics AX 4.0 integrieren. Die Lösung stellt hierzu mit dem "Axapta Integration Framework" die Plattform bereit, die Anwendungen unterschiedlicher Geschäftsbereiche oder auch verschiedener Unternehmen wie zum Beispiel Partner, Lieferanten und Kunden miteinander verzahnt. Zudem lässt sich diese Plattform mit dem "Biztalk Server" von Microsoft integrieren, der ins Spiel kommt, wenn es um den Austausch von komplexen Belegen zwischen zwei Anwendungen geht.

Anlagenverwaltung

Die neue ERP-Software unterstützt RFID-Abläufe (RFID = Radio Frequency Identification) über ein eigenes, fest integriertes Modul.

Zu den weiteren Verbesserungen zählen unter anderem Funktionen für die Anlagenwartung sowie ein neues Benachrichtigungsmodul, das automatisch Warnmeldungen ausgibt. Wann und in welchen Fällen gewarnt werden soll, definiert der Anwender. (ka)