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DVB-T: Terrestrisches Digitalfernsehen startet in Berlin

15.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bundeshauptstadt kommt als erste in den Genuss des neuen digitalen Fernsehens "DVB-T" (Digital Video Broadcasting - Terrestrial): Im Großraum Berlin-Potsdam soll der terrestrische Fernsehempfang bis Mitte kommenden Jahres komplett auf den neuen Standard umgestellt werden. Dann kann man dort über die normale Hausantenne und sogar die Stabantenne portabler Geräte mindestens 24 Programme in bester Qualität empfangen. ARD-Chef Fritz Pleitgen bezeichnete DVB-T als "Meilenstein in die digitale Zukunft" und kündigte an, beim schrittweisen weiteren Ausbau sollten noch 2003 der Großraum Köln-Bonn und 2004 das Ruhrgebiet folgen.

Die Bundesregierung hatte 1998 beschlossen, die Fernsehübertragung per Funk bis spätestens zum Jahr 2010 bundesweit auf digitale Technik umzurüsten. Allerdings muss dafür noch der Rundfunkstaatsvertrag geändert werden. Die Verbraucher können ihre Fernsehgeräte und Antennen behalten, benötigen aber zusätzlich einen Decoder. Solche Settop-Boxen sollen ab Herbst dieses Jahres für weniger als 200 Euro zu haben sein. (tc)