DVB-H wird europäischer Standard für mobiles Fernsehen

18.03.2008
Die Europäische Union hat DVB-H als Norm für mobiles Fernsehen innerhalb der EU festgelegt. Vor allem Hersteller und Anbieter sollen von einem einheitlichen Standard profitieren, der Verbraucher kann die Angebote europaweit mit einem Endgerät nutzen. Eine wichtige Frage bleibt offen: Wäre die Industrie mit DVB-T besser beraten?

Erneuter Anlauf für eine Technologie, der vor Jahren der Durchbruch bescheinigt wurde. Mobiles Fernsehen, vom Unterhaltungsmarkt bislang kaum in Szene gesetzt, soll in der Europäischen Union stärker gefördert werden und sich auf mobilen Endgeräten etablieren. Um die Entwicklung zu beschleunigen hat die EU-Kommission den DVB-H-Standard jetzt als europäische Norm festgelegt und sich zugleich gegen das Sendeformat DMB (Digital Multimedia Broadcasting) entschieden.

"Das Mobilfernsehen wird sich erst dann in Europa richtig etablieren, wenn die Frage der Technik geklärt ist", sagte Viviane Reding, die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin am Montag. Deshalb freue sie sich über den Beschluss, mit dem die EU die DVB-H-Norm als bevorzugten Übertragungsstandard festgelegt hat. Eine europäische Norm hat mehrere Vorteile: Hersteller und Anbieter arbeiten gemeinsam mit einer Technologie, zugleich profitieren die Verbraucher von der europaweiten Nutzbarkeit ihrer Endgeräte.

Künftig werden die Mitgliedstaaten zur Förderung der Nutzung von DVB-H verpflichtet sein. DVB-H befindet sich in 16 Ländern zwischen Erprobung und Markteinführung, der kommerzielle Start in Deutschland soll zur Fußball-EM 2008 erfolgen. Voraussetzung für den Erfolg von MobileTV sind angemessene Preise für den Dienst sowie preiswerte Mobiltelefone mit DVB-H-Unterstützung.

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