DVB-H-Anträge von Medienanstalten abgelehnt

07.08.2007
Der Start von DVB-H in Deutschland könnte sich weiter verzögern. Medienberichten zufolge haben die Landesmedienanstalten sämtliche Anträge der Rundfunkanstalten und TV-Anbieter abgelehnt, Gründe seien die unzureichende Finanzierung des Sendenetzes sowie die falsche Organisation der Angebote. Bis 10. August können die Anträge nachgebessert werden.

Das mobile Fernsehen auf dem Handy hat in Deutschland mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Nachdem sich vor ziemlich genau einem Jahr die vier deutschen Netzbetreiber für eine gemeinsame Einführung des Dienstes aussprachen, hat sich im Laufe der vergangenen zwölf Monate recht wenig getan - von dem Ausstieg des drittgrößten Netzanbieters E-Plus im November 2006 abgesehen.

Im März starteten die Landesmedienanstalten eine Ausschreibung für ein Pilotprojekt. Bis April hatten Rundfunkanstalten und TV-Anbieter Zeit, ein Gesamtkonzept vorzulegen, das neben der Programmgestaltung sowohl den Ausbau und die Finanzierung des Sendenetzes als auch die Organisation und Vermarktung des Programmpools umfasst. Die Konzepte wurden eingereicht, die Püfung abgeschlossen - man wollte meinen, mobileTV steht kurz vor der Einführung.

Doch zu früh gefreut, ein Weilchen wird sich der Start des Handy-Fernsehens noch hinziehen. Wie das Online-Magazin "satnews" unter Berufung auf den Branchendienst "Kontakter" berichtet, haben die Landesmedienstalten sämtliche Anträge für den Plattformbetrieb abgelehnt. Die Anbieter hätten bis zum 10. August 2007 die Möglichkeit, ihre Angebote zu überarbeiten. "Derzeit ist kein Konzept für den DVB-H-Plattformbetrieb zulassungsfähig", äußert sich Ingo Nave, stellvertretender Präsident der baden-württembergischen Landesanstalt für Kommunikation (LfK).

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