Software- und Serviceleistung um 20 Prozent gestiegen:

DV-Branche europaweit im Aufwind

17.08.1984

BONN/LONDON - Der Markt für Software und Service ist zeichnet durch schnellen Strukturwandel, hohes Innovationstempo, stärker werdenden Konkurrenzdruck und hohe Zuwachsraten. Dies ist das Fazit einer vom Verband Deutscher Rechenzentren (VDRZ) in Bonn vorgelegten europäischen Studie, die im Auftrag des europäischen Dachverbandes ECSA von dem internationalen Marktforschungsusternehmen IDC erstellt wurde.

Vor allem die Nachfrage der Anwender nach leichterem Zugriff auf immer umfassendere Datenbestände -unabhängig von existierenden, eigenen Groß-EDV-Einrichtungen - trug zu einem insgesamt positiven Gesamtbild bei. Mit der Aufnahme zusätzlicher Geschäftsbereiche und innovativer Produkte konnte die Software- und Servicebranche den in anderen Wirtschaftszweigen zu beobachtenden stagnierenden Wachstumsraten und sinkenden Gewinnmargen entgegenwirken.

Der Markt für Software und Service wuchs nach Angaben der IDC in den 14 untersuchten westeuropäischen Ländern im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent auf insgesamt 12,2 Milliarden US-Dollar. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts prognostiziert die IDC jährliche Wachstumsraten von 22 Prozent, wobei einzelne Bereiche bemerkenswerte Unterschiede aufweisen. So wird der Markt für Softwarepakete um 34 Prozent wachsen, für Standard-Software und Beratungsleistungen werden 19 Prozent erwartet.

Datenverarbeitung um durchschnittlich 12 Prozent zunehmen wird.

Wie schon in den Vorjahren war auch 1983 Frankreich mit einem Anteil von 23 Prozent am europäischen Gesamtmarkt führend, gefolgt von der Bundesrepublik mit 18 Prozent Großbritannien und Italien schließen sich mit 16 beziehungsweise 11 von 100 Punkten an.