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Durchhänger bei Overland Storage

28.04.2006
Das Leben ist nicht einfacher geworden für den angeschlagengenen Hersteller von Banbbibliotheken.

Der hat nämlich für sein drittes Fiskalquartal einen Nettoverlust von sieben Millionen Dollar ausgewiesen (Vorjahreszeit: zwei Millionen Dollar Gewinn), gleichzeitig ging der Umsatz im Jahresvergleich zurück von 58 auf 48 Millionen Dollar. Außerdem musste Overland seine "Dreadnought"-Box um ein Quartal verschieben, die die schwächelnden Umsätze wieder ankurbeln soll.

Bis letztes Jahr erzielte die Firma rund die Hälfte ihrer Erlöse über einen OEM-Deal mit Hewlett-Packard. Aus diesem zieht sich HP aber nun zurück. Overlands Verkäufe in der Region EMEA unter eigenem Namen liefen in den ersten beiden Monaten des Quartals ebenfalls nicht gut. Gleichzeitig stiegen die operativen Kosten um 23 Prozent, vor allem aufgrund gestiegener R&D-Ausgaben für Dreadnought und Disk-basierende Software, die Overland im letztes Jahr mit der Start-up Zetta Systems zugekauft hatte.

Die bisherige finanzielle Guidance wurde zurückgezogen. Overland erwartet aber im zweiten Quartal (ab Oktober dieses Jahres) wieder "signifikantes Wachstum", vermutlich durch Dreadnought, ein 2U oder 4U hohes Tape-Automation-Gerät. Dafür soll es auch bereits einen großen OEM geben (dem Vernehmen von "Computerwire" nach wird das Dell sein). Einen weiteren großen OEM hat Overland nach eigenen Angaben auch für ein anderes Produkt in der Hinterhand - de Software "ProtectionOS", die innerhalb der nächsten zehn Tage vorgestellt werden soll. (tc)