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Dubai will vom Outsourcing-Trend profitieren

21.11.2005
Das Emirat will Heimstatt für die Management-Etagen von Outsourcing-Unternehmen werden.

Mit der Dubai Outsource Zone (DOZ) hat der Stadtstaat, der zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zählt, eine Initiative gestartet, die Outsourcing-Unternehmen dazu bewegen soll, dort eine Niederlassung zu eröffnen. Dabei will das Emirat nicht mit den niedrigen Lohnkosten von Ländern wie Indien oder China konkurrieren. Vielmehr sollen Firmen angesprochen werden, deren Manager nicht in Städten wie Bangalore oder Mumbai leben wollen.

Einen ersten Erfolg kann Dubai ausgerechnet mit einem großen indischen Outsourcing-Anbieter verbuchen. Laut DOZ-Director Ismail Al Naqi konnte bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet werden, der Deal sei auf einem guten Weg. Angestellte des nicht näher benannten Unternehmens sollen sich durch eine mehrjährige Mitarbeit für den Wechsel nach Dubai qualifizieren können. Der Outsourcer will so offenbar auch die hohe Transferquote bei seinem Personal reduzieren. Laut Naqi dürfte sich die Loyalität der in dem Emirat tätigen Mitarbeiter deutlich erhöhen, da diese im Falle einer Kündigung auch die Aufenthaltserlaubnis für Dubai verlören.

Das Emirat lockt mit interessanten Konditionen: Das DOZ subventioniert Unternehmensimmobilien und Unterbringungskosten zu 50 Prozent. Außerdem müssen weder Unternehmen noch Angestellte Steuern zahlen. (rg)