Was Firmenwagen verraten

Du verdienst, was du fährst

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Firmenwagen bleiben Statussymbole. An ihrer Preisklasse lässt sich nicht nur die Position des Fahrers im Unternehmen, sondern auch sein Verdienst ablesen. Auch gibt es einen Zusammenhang zwischen Automarke und Höhe des Gehalts, so eine aktuelle Studie.

Ein Firmenwagen ist nach wie vor die beliebteste Nebenleistung. Allerdings gilt auch immer noch: Wer einen Dienstwagen fahren darf, hat es schon ins mittlere Management geschafft oder braucht ihn berufsbedingt wie in Vertrieb oder Außendienst. Mit dem Einkommen steigt auch die Wahrscheinlichkeit eines Firmenwagens an. Ab 70.000 Euro Jahresverdienst fahren 40 Prozent der beschäftigten auf Unternehmenskosten, verdient ein Manager mehr als 200.000 Euro, verfügt er in 70 Prozent der Fälle über einen Firmenwagen, so der aktuelle Firmenwagenmonitor der Compensation-Online Services GmbH.

Ein Porsche als Firmenwagen ist selten. Topmanager mit knapp 300.000 Euro Jahresgehalt leisten sich aber gern einen.
Ein Porsche als Firmenwagen ist selten. Topmanager mit knapp 300.000 Euro Jahresgehalt leisten sich aber gern einen.
Foto: Porsche

Der Hamburger Dienstleister hat in seiner Datenbank mit 250.000 Gehaltsdatensätzen 33.000 Arbeitsverhältnisse der letzten zwölf Monate analysiert, denen ein Firmenwagen zur privaten Nutzung überlassen wird. Die Untersuchung zeigt aber auch einen direkten Zusammenhang zwischen Höhe des Einkommens und bevorzugter Automarke auf: Wer 275.000 Euro im Jahr verdient, fährt einen Porsche zum Preis von knapp 100.000 Euro. Bei einem Jahresgehalt von 56.000 Euro muss ein Skoda reichen.

Manager und Vertriebler fahren auf Kosten des Arbeitgebers

Im Management und im Vertrieb werden am häufigsten Firmenwagen gefahren: So verfügen 75 Prozent aller Vertriebschefs über einen Dienstwagen, unter den Geschäftsführern sind es 64 Prozent. Von den IT-Leitern fährt jeder Zweite auf Kosten der Firma, weitere IT-Führungskräfte haben in 41 Prozent der Fälle einen Firmenwagen. Fachkräfte mit Firmenwagen sind immer noch die Ausnahme, außer sie sind als Pharmareferenten (79 Prozent) oder Außendienstmitarbeiter im Konsum- und Gebrauchsgüterbereich (74 Prozent) unterwegs. Im Vertrieb bekommt jede vierte Fachkraft die begehrte Nebenleistung, im IT-Bereich elf Prozent. Mitunter nutzen auch Firmen den Wagen als Anreiz im Wettbewerb um begehrte IT-Experten.

Firmenwagen sind männliches Incentive

Nur jede dritte Frau in einer Führungsposition fährt einen Firmenwagen, aber jeder zweite Mann. Bei den Fachfunktionen sind es knapp vier Prozent der Frauen, aber 13 Prozent der Männer. Dazu kommt, dass die Autos der Männer teurer als die ihrer Kolleginnen sind. Auf 47.000 Euro beläuft sich im Schnitt der Anschaffungswert der Autos männlicher Führungskräfte, bei Frauen sind es 8000 Euro weniger. Auch unter Fachkräften sind die Autos der Männer mit durchschnittlich 34.000 Euro um 6000 Euro tuerer als die der Frauen.

Man fährt deutsch

Die beliebtesten Marken bei Firmenwagen sind Volkswagen (28 Prozent), Audi (21 Prozent) und BMW (13 Prozent). Auch Porsche ist vertreten, allerdings nur mit 0,2 Prozent aller Firmenwagen. In der IT-Branche fahren 27 Prozent der Firmenwagenberechtigten einen VW mit einem durchschnittlichen Bruttolistenpreis von 36.000 Euro, gefolgt von Audi mit einem durchschnittlichen Bruttolistenpreis von 44.000 Euro. 16 Prozent wählen einen BMW (46.200 Euro) und 6,5 Prozent einen Mercedes (48.800 Euro).

Überdurchschnittliche viele Firmenwagen in IT-Systemhäusern

Am häufigsten werden Firmenwagen in der Bauwirtschaft (31 Prozent), in der Pharmaindustrie sowie in IT-Systemhäusern (28 Prozent) gefahren. Aber auch in Unternehmensberatung und der Telekommunikationsindustrie (je 19 Prozent) gibt es überdurchschnittlich viele Firmenwagen. In der Öfentlichen Verwaltung und Forschungsinstituten sind Dienstwagen die Ausnahme ( 2 Prozent).

Die meisten Firmenwagen gibt es in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und im südlichen Bayern.

Der Firmenwagenmonitor Deutschland 2013 kann kostenlos unter www.compensation-online.de heruntergeladen werden.

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