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DSL-Geschäft beschert Arcor erstmals Jahresgewinn

31.05.2006
Die Festnetztochter der britischen Vodafone registriert ein starkes Interesse an breitbandigen Internet-Zugängen.

Der zweitgrößte deutsche Festnetzanbieter erzielte nach eigenen Angaben im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/6 einen Nettoprofit von 34 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte die Vodafone-Tochter noch einen Fehlbetrag von 13 Millionen Euro verbucht. Der um Sonderkosten bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) legte um 93 auf 336 Millionen Euro zu. Auf der Umsatzseite verbuchte das Frankfurter Unternehmen - wie bereits von Konzernmutter Vodafone gemeldet - ein Plus von 21 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro.

Breitband-Internet war im Geschäftsjahr 2005/06 erneut der stärkste Wachstumsmotor. So verbuchte Arcor bei seinen DSL-Anschlüssen einen Anstieg um 155 Prozent auf mehr als 1,3 Millionen Kunden. Über 1,2 Millionen dieser Breitbandzugänge realisierte Arcor davon auf Basis der eigenen Infrastruktur. Mit einem ISDN-Anschluss des Unternehmens telefonierten mehr als 1,4 Millionen Kunden - doppelt so viele wie im Vorjahr.

"Der Jahresabschluss ist ein wichtiger Etappensieg", jubelte Arcor-Chef Harald Stöber bei der Bilanzpräsentation in Frankfurt/Main. Auf dieser Basis könne das Unternehmen seinen Erfolgskurs rasant fortsetzen. Stöber zufolge wird Arcor als Netzbetreiber ins Wholesale-Geschäft einsteigen. Abnehmer ist Vodafone D2, das künftig auch Festnetz- und Internet-Anschlüsse von Arcor unter eigenen Namen anbieten will. Die Kooperation mit der Mutter eröffne Arcor ein immenses Potenzial zur weiteren Marktausschöpfung: "Die Partnerschaft bietet uns hervorragende Wachstumsperspektiven", sagte Stöber. (mb)