Cloud-Speicherdienst

Dropbox bringt for-Business-API

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Dropbox bringt morgen seine Programmierschnittstelle (API) für Dropbox for Business heraus. Den kostenpflichtigen Dienst nutzen mittlerweile über 100.000 Firmen, darunter Hyatt Hotels, das MIT oder Spotify.

Mit seinem for-Business-API geht Dropbox einen anderen Weg als Marktbegleiter Box, der kürzlich mit "Box for Industries" eigene Collaboration-Branchenlösungen mit Box-Unterbau für unter anderem Gesundheitswesen oder Handel angekündigt hatte. Dropbox lässt seine Plattform wie sie ist und erlaubt Unternehmen, mittels des API branchenspezifische Anwendungen darauf aufzusetzen. "Wir erweitern die Funktionalität von Dropbox for Business auf Entwickler bei Third Parties", zitiert "GigaOM" den für Dropbox for Business zuständigen Head of Product Ilya Fushman.

For-Business- und normale Dropbox-Konten lassen sich parallel nutzen.
For-Business- und normale Dropbox-Konten lassen sich parallel nutzen.
Foto: Dropbox

Das API für Dropbox for Business gibt es intern schon seit einigen Monaten. 20 Partner haben bereits vorab Zugriff erhalten und Anwendungen geschrieben, die Kunden ab morgen einsetzen können. Splunk etwa hat nach Angaben des Dropbox-Produkt-Managers George O'Brien eine App geschrieben, mit der Unternehmen nachvollziehen können, wer sich in ihre Dropbox-Konten einloggt und von wo aus - und falls eine Firma an einem Ort gar keine Niederlassung hat, könnte das auf Unregelmäßigkeiten hindeuten. Das Security-Startup CloudLock hat eine Anwendung für Dropbox for Business geschrieben, die jede in den Dropboxen einer Firma abgelegte Datei daraufhin prüft, ob sie sich an interne IT-Richtlinien hält. Ein Administrator kann so sicherstellen, dass man auf bestimmte Informationen nicht außerhalb des Unternehmens zugreifen kann.

Dropbox will mit der neuen Programmierschnittstelle Entwickler ansprechen, die nach einer Möglichkeit suchen, Dropbox stärker an individuelle Bedürfnisse ihres Unternehmens anzupassen. Fragt sich nur, ob Unternehmen dafür Entwicklungsressourcen abzustellen bereit sind oder eigentlich lieber einen Service haben wollen, der "out of the box" funktioniert.

Die beiden Dropbox-Gründer Arash Ferdowsi und Drew Houston
Die beiden Dropbox-Gründer Arash Ferdowsi und Drew Houston
Foto: Dropbox

Einer aktuellen Umfrage von 451 Research zufolge ist Dropbox in Firmen der beliebteste Service für File Sync & Share mit 45 Prozent Nennungen bei 1000 befragten IT-Profis. Dahinter folgen abgeschlagen OneDrive von Microsoft (gut 25 Prozent), Google Drive (rund 20 Prozent) sowie Box (knapp 15 Prozent). Bezahlen für ihre EFSS-Lösung tun aber gerade einmal 18 Prozent.