Internationaler Wettbewerb Drones for Good

Drohnen im humanitären (Flug)einsatz

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Um das Image der unbemannten Fluggeräte ins rechte Licht zu rücken, werden im internationalen Wettbewerb „Drones for Good“ innovative zivile Einsatzmöglichkeiten für Drohnen ausgezeichnet. Wir stellen die Projekte der Semifinalisten in Wort und Videogalerie vor.
Neben Luftaufnahmen und militärische Einsätze gibt es es auch andere Einsatzszenarien für Drohnen.
Neben Luftaufnahmen und militärische Einsätze gibt es es auch andere Einsatzszenarien für Drohnen.
Foto: DJI

Insbesondere durch den Einsatz als Überwachungsgerät und Waffe in Kriegsgebieten haben Drohnen deutlich an Image eingebüßt. Zu Unrecht, denn oft wird vergessen, dass es zahlreiche Szenarien für einen sinnvollen friedlichen Einsatz der Flugroboter gibt. Um eine neue Perspektive für den Einsatz von Drohnen aufzuzeigen, haben die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) im Februar 2014 einen internationalen Wettbewerb ausgeschrieben. Die beste innovative zivile Anwendung wird dabei mit einem Preisgeld in Höhe von 1 Million Dollar honoriert. Aus den mehr als 800 Beiträge aus insgesamt 57 Ländern wurden bereits neunzehn Halbfinalisten ausgewählt, der endgültige Gewinner wird im Rahmen der UAE Drones for Good Award-Preisverleihung ermittelt, die am 6. und 7. Februar 2015 in Dubai stattfinden wird.

Zu den Beiträgen gehören: Projekte zum Pflanzen von Samen und zum Sammeln von Pflanzenproben (Sudan); Umweltfreundliches Entfernen von Nebel (VAE); Stadtplanung, insbesondere in Slums, durch Kartografierung, Überwachung und physische Planung (Kenia); schnellerer Transport von Organtransplantaten von den Spenderzentren (Spanien); bessere Überwachung von Grünland zur Bekämpfung von Wilderern, zur Kontrolle des Wildbestands und zur Reduzierung von Brandrisiken (Spanien); und der Transport von Nahrungsmitteln, Medizin, Wasser, Solarenergie, Beleuchtung und provisorischen Unterkünften zu abgeschnittenen Gemeinschaften (Australien).

Mit von der Partie sind auch zwei deutsche Wettbewerbsbeiträge: Zum Einen eine Lösung zum Fensterreinigen in großer Höhe (Windows Cleaning Drones) und das Projekt von Florian Seibel (quantum systems) mit einer Anwendung in der Landwirtschaft.

Das stattliche Preisgeld in Höhe von 1 Million US-Dollar bekommt zwar nur der Gewinner, alle Semifinalisten erhalten jedoch in jedem Fall die Gelegenheit, ihre Drohnen Risikokapitalgebern und anderen potenziellen Investoren vorzustellen, die bei Interesse dazu beitragen werden, die Ideen wirtschaftlich zu vermarkten.