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Drogenschmuggel in Internet-Apotheken aufgedeckt

21.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen des angeblichen Verkaufs von Drogen in Internet-Apotheken sind in einem Großeinsatz von US-Bundesbehörden 20 Personen in den Vereinigten Staaten, Australien, Costa Rica und Indien fest genommen worden. Die Verhafteten werden beschuldigt, via Internet rezeptfrei Narkotika, Steroide und Amphetamine an Kunden in alle Welt geliefert zu haben.

Nach Angaben der Behörden konnten sich selbst Minderjährige und Drogenabhängige über die Online-Apotheken problemlos mit gefährlichen Medikamenten versorgen. So hätten die Betreiber wenig Aufhebens darum gemacht, bei den Bestellungen Altersangaben oder medizinische Notwendigkeit nachzuprüfen. Hinzu kommt, dass die Medikamente ohne Beschreibung oder Produktangaben geliefert wurden. Zu den Sendungen zählten neben Generika des Potenzmittels Viagra auch Partydrogen wie Vicodin, Oxycontin oder das ursprünglich als Tierberuhigungsmittel entwickelte Ketamin. Den Erkenntnissen der Behörden zufolge wurden die Drogen aus Ländern wie Indien, Deutschland und Ungarn in die USA geschmuggelt, dort neu verpackt und schließlich in alle Welt versandt. (mb)