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Drittes Quartal: Nur Dell ohne Delle

18.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gartners Marktforschungsarm Dataquest hat Zahlen zum PC-Markt im dritten Quartal 2001 veröffentlicht. Diese verzeichnen einen massiven Einbruch: Weltweit wurden mit 30,6 Millionen knapp zwölf Prozent weniger Rechner verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (34,6 Millionen). Noch kräftiger bergab ging es in den USA, wo mit 10,9 Millionen Einheiten 18,7 Prozent weniger PCs verkauft wurden als vor Jahresfrist. "Der PC-Markt litt unter der zunehmenden Sättigung in den entwickelten Märkte. Außerdem macht sich die US-Rezession überall bemerkbar", bilanziert Analyst Chris Smulders.

Nur ein Unternehmen vermochte dem Negativtrend zu trotzen: Direktanbieter Dell erreichte demnach weltweit 13,8 und in den USA 25 Prozent Marktanteil - doppelt so viel wie der Zweitplatzierte Compaq. Gartners Top Five der PC-Hersteller weltweit sieht aus wie folgt:

Dell, 4,23 Millionen Units (plus 10,8 Prozent), 13,8 Prozent Marktanteil;

Compaq, 3,18 Millionen Units (minus 31,1 Prozent), 10,4 Prozent Marktanteil;

IBM, zwei Millionen Units (minus 17,2 Prozent), 6,6 Prozent Marktanteil;

HP, 1,95 Millionen Units (minus 24,6 Prozent), 6,4 Prozent Marktanteil;

NEC, 1,05 Millionen Units (minus 27,5 Prozent), 3,4 Prozent Marktanteil, sowie

Übrige Anbieter 18,17 Millionen Units (minus 7,8 Prozent), 59,4 Prozent Marktanteil.

In den USA liegt Dell vor Compaq, HP (8,8 Prozent), Gateway (7,4 Prozent) sowie IBM (6,3 Prozent).

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch die Kollegen von IDC, die ihre Zahlen zeitgleich vorlegten. Sie haben weltweit einen Marktrückgang von 13,7 und in den USA sogar von 21 Prozent ausgemacht und nannten das Ganze eine "PC-Rezession". Für 2000 gehen die IDC-Auguren von einer andauernden Marktschwäche aus. 2003 soll es dann ein einstelliges, 2004 zwischenzeitig sogar ein zweistelliges Wachstum geben.