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Drei Preise für Solaris 10 auf x86

15.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems kündigt heute "Solaris 10" an, dessen technische Features bereits bekannt und größtenteils auch schon über das Express-Programm vorab zu testen sind. Das Betriebssystem, vor einigen Jahren noch für die x86-Architektur abgekündigt, deckt nun Suns komplettes Hardwareportfolio vom Entry- bis zum Highend-Server ab - ein Feature, das gegenwärtig kein anderer Systemanbieter mit einem eigenen Betriebssystem vorweisen kann.

Erhältlich sein wird Solaris 10 jedoch erst Ende Januar. Und Preise sind bislang nur für Server mit bis zu vier x86-Prozessoren bekannt (Solaris läuft auch auf den 64-Bit-erweiterten CPUs von AMD und Intel, nicht aber auf dem Itanium): Herunterladen kann die Software jedermann, der sich bei Sun registriert. Dafür gibt es vom Hersteller aber lediglich Sicherheitsupdate. Für Bugfixes und Support muss man hingegen zahlen. Ein Minimalabo kostet 120 Dollar pro CPU und Jahr. Für 240 Dollar gibt es außerdem zwölf Stunden Telefon- und Web-Support an fünf Tagen die Woche, und wer 360 Dollar investiert, erhält rund um die Uhr Premium-Support.

Damit will Sun Relevanz und Marktanteile für Solaris zurückerobern, die das Unix-Derivat an Linux verloren. Der zweite Teil von Suns Strategie in diesem Bereich folgt in 60 bis 90 Tagen, wenn der Hersteller den Solaris-Quellcode auch unter einer Open-Source-Lizenz bereitstellt (Computerwoche.de berichtete). Die Details dazu werden gegenwärtig noch ausgearbeitet. (tc)