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Dot.coms als Superbowl-Preistreiber

29.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am 30. Januar 2000 steht mit der "Superbowl" wieder einmal der Höhepunkt der US-amerikanischen Football-Saison an, der traditionell mit reichlich Fernsehwerbung garniert wird (man denke nur an Apples legendären "1984"-Spot). In diesem Jahr wird es laut "Wall Street Journal" besonders kraß: Das runde Dutzend Internet-Companies, das mit den Platzhirschen wie Anheuser Busch ("Budweiser"), Pepsi-Cola, FedEx und Visa um die begehrten Werbeplätze konkurriert, hat den durchschnittlichen Preis für einen 30sekündigen Spot auf astronomische zwei Millionen Dollar getrieben. Das ist übrigens mehr, als einige der Werbenden im letzten Jahr Umsatz gemacht haben... "Wir haben noch keinen Cent erwirtschaftet", gesteht etwa Ethan Russmann, Marketing-Chef von Angeltips.com, der seine Werbung allein aus Venture Capital

finanziert. Angeltips will künftig Leute mit interessanten Geschäftsideen mit potenten Geldgebern "verkuppeln". "In der Werbewelt gibt es nun mal nichts, was an die Superbowl herankommt", meint Russman, der die Millionen mithin für gut angelegt hält.