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Doppelhochzeit bei der Spracherkennung

07.05.1999
Intel mit L&H, IBM mit Philips

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel hat sich mit den belgischen Spracherkennungs-Spezialisten von Lernout & Hauspie (L&H) zusammengetan. Gemeinsam wollen beide Unternehmen Technik entwickeln, die Sprache zur zentralen Benutzer-Schnittstelle für Computersysteme macht. ("Hallo Computer - hast du ´Intel inside´?" - "Mal sehen - ja, genau"). Zu diesem Zweck gründen die Partner ein Joint-venture, an dem Intel 51 und L&H die übrigen 49 Prozent halten wird. Erst kürzlich hatte sich der Prozessorriese mit 30 Millionen Dollar bei dem belgischen Softwarehaus eingekauft (CW Infonet berichtete).

Die niederländische Philips NV und IBM wollen künftig mit vereinten Kräften an Technik zur Spracherkennung arbeiten. Philips nimmt von Big Blue deren Sprachsynthese "Viavoice Outloud" in Lizenz und integriert sie in seine künftigen Produkte. Außerdem vereinbarten die beiden Unternehmen einen umfassenden Technologieaustausch. IBM forscht schon seit 30 Jahren im Bereich der Spracherkennung und besitzt über 100 diesbezügliche Patente; die Niederländer reklamieren gar 40 Jahre Forschung für sich. Das Philips-Produkt "Freespeech" wurde erstmals 1993 kommerziell vertrieben und unterstützt mittlerweile 16 Sprachen.