"Apple Stories"

Doku bei Phoenix durchleuchtet Smartphone-Lieferkette

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Schon mal vormerken: Phoenix zeigt am 23. Februar den preisgekrönten Dokumentarfilm "Apple Stories" von Rasmus Gerlach.
Foto: Phoenix

Hamburg, Ruanda, Hongkong und Shenzhen in China sowie Kairo sind die Stationen der Reise, die Dokumentarfilmer Gerlach aufsuchte, um die Herstellungskette moderner Handys am Beispiel des iPhones zu hinterfragen. Die Firma Foxconn ist mit ihren Produktionsmethoden hierbei zum Synonym für die Schattenseite des Smartphone-Hypes geworden.

Der Gegensatz könnte krasser nicht sein zwischen dem Spektakel bei der Eröffnung des Apple Stores am Jungfernstieg und den Arbeitsbedingungen in den düsteren Zinnminen in Ruanda und den sterilen Fertigungshallen der Apple-Hersteller in China.

Am Ende der Lieferkette steht in Hongkong Debbie Chan, die mit ihrer Aktivistengruppe gegen die skandalösen Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn protestiert. Die Arbeiter werden so unter Druck gesetzt, dass die Selbstmordrate Schlagzeilen machte. Das Filmteam schafft es sogar, Zugang zu einem Produktpiraten in der chinesischen Provinz zu bekommen. Wanderarbeiter kopieren dort unter strengster Geheimhaltung iPhones.

Rasmus Gerlach begleitet aber auch einen afrikanischen Geologen, der als Arbeitschutzbeauftragter scheinbar vergeblich gegen Flip-Flops im Schacht und fehlende Helme ankämpft. Er trifft Wissenschaftler aus Hannover, deren Ziel es ist, mit einem "geologischen Fingerabdruck" die Spur von auf dem Weltmarkt heiß begehrten und für die Handyproduktion notwendigen Mineralien ("Seltene Erden") nachzuverfolgen. Schmugglern soll so das Handwerk gelegt werden. Durch das lukrative Geschäft mit den Mineralien finanzieren sich die Bürgerkriegsparteien im Kongo. Der Autor ist auch mit dabei, wenn chinesische Händler Säcke voller Zinnsteine kaufen, ohne überhaupt nach deren Herkunft zu fragen.

Phoenix, der Ereigniskanal von ARD und ZDF, zeigt "Apple Stories" als TV-Erstausstrahlung am 23. Februar um 22:30. Premiere hatte die Dokumentation bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck im vergangenen November.

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Macianerin
Langsam wirds lästig. Wenn morgen die Welt untergeht, ist garantiert auch Apple Schuld. Schon mal drüber nachgedacht, dass die Rohstoffe für das Iphone aus den gleichen Quellen stammen, wie die von Samsung, LG, HTC, HP, Microsoft, Nokia usw.?? Darüber das Foxconn ein IT-Zulieferer ist, der auch die anderen genannten Hersteller beliefert?? Immerhin zu 60% gegenüber 40% die Apple einnimmt. Am Pranger steht aber immer Apple. Ebenso wie bei schlechten Recherchen der Gutmenschen von Greenpeace oder der Verbraucherschützer, die selbst den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung nicht zu kennen scheinen. Die beständige Medienhetze gegen Apple nervt inzwischen nur noch.

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