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DOJ will im Kartellverfahren auch Windows XP untersuchen

21.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die klagende US-Regierung nebst 18 einzelnen Bundesstaaten sowie Microsoft haben vor der heutigen Anhörung im Kartellverfahren bei Richterin Colleen Kollar-Kotelly die verlangten Stellungnahmen vorgelegt. Das Justizministerium hat dabei klar gemacht, dass es im weiteren Verlauf des Verfahrens, das nach einigen Präliminarien am 4. Februar kommenden Jahres weitergehen könnte, auch das neue Betriebssystem Windows XP unter die Lupe nehmen will. In Microsofts Interesse kann das kaum sein, bundelt der Konzern damit doch so viele Zusatzfunktionen wie nie zuvor.

In einem gemeinsam mit Microsoft vorbereiteten Statement erklärten beide Seiten ausdrücklich, dass die Verhandlungen über eine außergerichtliche Beilegung des Rechtsstreits in jedem Fall weiterlaufen werden. Trotz zahlreicher Spekulationen über eine mögliche Einigung sowie Konzessionen des Konzerns (Computerwoche online berichtete) lässt das gemeinsame Papier vermuten, dass die Differenzen der beiden Parteien nur schwer zu überbrücken sein werden. Das DOJ ist offenbar unverändert entschlossen, Microsofts Geschäftgebaren mit weit reichende Restriktionen zu belegen.