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DOJ ordert ERP-Software - aber nicht von den "Big Three"

07.04.2004

Bei seinem Versuch, die Übernahme von Peoplesoft durch Oracle zu blockieren, argumentiert das US-Justizministerium (Department of Justice = DOJ), größere Unternehmen hätten bei der Anschaffung von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware im Prinzip nur die Wahl zwischen den Produkten von Oracle, Peoplesoft und SAP. Für die Verwaltung der eigenen Finanzen hat sich das Ministerium jetzt allerdings jenseits der "Big Three" bedient und die ERP-Software (Enterprise Resource Management) "Momentum" von American Management Systems (AMS) geordert. Der Auftrag hat ein Volumen von bis zu 24 Millionen Dollar.

Bei diesem Preis fällt der Deal durchaus in die Kategorie hochrangig und steht damit in gewissem Widerspruch zur Argumentation der Behörde in Sache Oracle vs. Peoplesoft. US-Behörden müssen sich bei der Beschaffung an eine Liste halten, die von einer koordinierenden Gruppe namens Joint Financial Management Improvement Program gepflegt wird. Darauf finden sich aktuell fünf zertifizierte Pakete - die von SAP, Oracle, Peoplesoft, AMS sowie Savantage Solutions. Ein Sprecher des DOJ wollte die Entscheidung für die AMS-Lösung nicht kommentieren. (tc)