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DOJ-Anwälte sprechen sich gegen Oracle aus

11.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anwälte des US-Justizministeriums (Department of Justice = DOJ) empfehlen, dass die US-Regierung die von Oracle geplante Übernahme von Peoplesoft aufgrund kartellrechtlicher Bedenken blockieren möge; ein herber Rückschlag für das Vorhaben des kalifornischen Datenbankriesen.

Die in achtmonatiger Arbeit erstellte vorläufige Empfehlung wird nun noch innerhalb des Ministeriums genau geprüft. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob ein Richter aufgefordert werden soll, eine Blockadeverfügung zu erlassen, wird Hewitt Pate fällen, Chef der Kartellabteilung des DOJ. Diese Entscheidung wird für den 2. März erwartet.

Das Management von Peoplesoft erfuhr gestern Abend von der Empfehlung der DOJ-Anwälte, wollte aber laut "Wall Street Journal" keinen weiteren Kommentar dazu abgeben. Oracle erklärte, es sei weiterhin zuversichtlich, dass die Übernahme erlaubt werde. Firmenchef Lawrence "Larry" Ellison hatte unlängst sogar bereits angedeutet, er könnte dem Verwaltungsrat seiner Firma empfehlen, gegen einen Antrag auf eine Verfügung der Regierung vor Gericht zu gehen. (tc)