Outsourcing-Vertrag verlängert

DLR führt neue Strafzahlungen ein

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Je mehr die Produktivität der Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter einem IT-Ausfall leidet, desto höhere Pönalen drohen dem Dienstleister.
Auch der Hochleistungsrechner des DLR wird vom Outsourcing-Partner T-Systems betrieben.
Auch der Hochleistungsrechner des DLR wird vom Outsourcing-Partner T-Systems betrieben.

Der neue Provider ist der alte, doch die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat einen europaweit ausgeschriebenen Outsourcing-Auftrag erneut an T-Systems Solutions for Research (SfR) vergeben. Das Volumen des für die Jahre 2010 bis 2015 abgeschlossenen Vertrags beträgt rund 125 Millionen Euro. Das Forschungszentrum bezieht bereits seit 1999 IT-Services von der T-Systems-Tochter. Anfangs wurde die SfR als Joint Venture betrieben. Ende 2008 übergab das DLR seine 25-Prozent-Beteiligung wie geplant der T-Systems.

T-Systems SfR verantwortet weite Teile der DLR-IT. Dazu zählen etwa die lokalen Datennetze an 13 Standorten, das Weitverkehrsnetz und die Telefonanlagen. Zudem betreut die Telekom-Tochter die Arbeitsplatzrechner und alle zentralen Dienste wie Speichersysteme, Mail-Services, die Internet-Plattform, das Extra- und Intranet sowie die betriebswirtschaftlichen IT-Systeme. Auch der Betrieb von Hochleistungsrechnern und der entsprechenden IT-Infrastruktur zählen zu den Aufgaben.

Hans-Joachim Popp, CIO des DLR: "Neuausschreibungen bieten immer einen guten Anlass, das Leistungsspektrum anzupassen."
Hans-Joachim Popp, CIO des DLR: "Neuausschreibungen bieten immer einen guten Anlass, das Leistungsspektrum anzupassen."
Foto: Joachim Wendler

"Neuausschreibungen bieten immer einen guten Anlass, das Leistungsspektrum anzupassen", erläutert Hans-Joachim Popp, CIO des DLR. "Wir haben etwa die Desktop-Vielfalt schlanker gestaltet. Zudem werden die mobilen Endgeräte, die mittlerweile 60 Prozent der Neuanschaffungen ausmachen, besser unterstützt." Insgesamt habe das DLR infolge von Volumensteigerungen, sinkenden Marktpreisen und neuen Techniken die Stückkosten vieler Leistungen deutlich senken können.

Inhalt dieses Artikels