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Digitalkameras sind in den USA der Renner

09.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Gegensatz zu den PC-Herstellern, die unter der gesunkenen Nachfrage ihrer Kunden leiden, können sich die Hersteller von Digitalkameras freuen: Auch im ersten Halbjahr 2002 kletterten die Umsätze steil nach oben, in den USA wurden 50 Prozent mehr Digicams verkauft als noch im Vorjahr, so das Ergebnis der Marktforscher von IDC. Von den Kameras wurden in den ersten sechs Monaten 3,5 Millionen Stück verkauft.

Über die Hälfte des Marktes teilten sich wie im vergangenen Jahr Sony (24 Prozent), Olympus (17 Prozent) und Kodak (13 Prozent) auf. Im zweiten Quartal konnte jedoch Canon große Umsatzsteigerungen verbuchen und mit zwölf Prozent Marktanteil erstmals unter die ersten Fünf vorstoßen. Die Analysten schrieben diesen Zuwachs Canons neuen Modellen wie Elph S200 zu, die günstiger sind als die bisherigen Highend-Geräte. Die beliebtesten Digitalkameras kosten zwischen 200 bis 400 Dollar, haben eine hohe Auflösung und viele Features, die auch das Drucken der Photos erleichtern. Die IDC-Analysten gehen davon aus, dass die Preise für Digitalkameras noch fallen werden, da die Hersteller weiter um ihre Marktanteile kämpfen müssen. Den größten Umsatz erwartet IDC für das vierte Quartal, wo im Vorfeld von Weihnachten 40 Prozent aller in einem Jahr verkauften Digicams an den Mann gebracht werden. (am)