Digitalkamera im Test: Nikon Coolpix P80

Verena Ottmann ist seit 16 Jahren bei PC-WELT für Hardware-Themen zuständig. Mit Ratgebern, Tests und Tipps informiert sie im Heft und auf den Online-Plattformen über Wissenswertes rund um Digitalkameras und externe Festplatten. Außerdem kümmert sich Verena Ottmann als Heftkoordinatorin um die Planung und Realisierung der AndroidWelt. Privat interessiert sie sich für alles, was man auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ausgeben kann.
Die neue Nikon P80 ist mit einem optischen 18fach-Zoomobjektiv ausgestattet, dessen Brennweite bereits bei weitwinkligen 27 Millimetern beginnt. Ihr interner Speicher ist 50 MB groß. Alles weitere lesen Sie hier.

Testbericht

Um die typische tonnenförmige Verzeichnung bei Weitwinkelbildern zu verhindern, ist die Nikon Coolpix P80 mit einer zuschaltbaren automatischen Korrektur ausgestattet, deren Ergebnis sich auf dem Display überprüfen lässt. Unsere Tests zeigten, dass die Kamera ohne diese Korrektur bei kurzer und mittlerer Brennweite stark verzeichnete - Sie sollten die Funktion also unbedingt zuschalten.

Bildqualität: Bereits ab ISO 200 stellten wir bei der P80 deutliches Bildrauschen fest. Hinzu kommt, dass die Kamera bei langer Brennweite kein gültiges Testbild zustande brachte: Sie produzierte in diesem Messbereich derart starke Randunschärfen, dass unsere Testsoftware das Testbild nicht auslesen konnte. Im Weitwinkel- und im Telebereich ließ die Helligkeit von der Bildmitte zum Rand hin um 0,8 Blenden nach, was nur mittelmäßig ist. Dafür waren Ein- sowie Ausgangsdynamik sehr hoch respektive hoch, was bedeutet, dass die P80 viele Blenden- und Helligkeitsstufen einsetzt. Das kommt Ihnen vor allem dann zugute, wenn Sie besonders detailreiche und kontraststarke Motive ablichten wollen. Denn ein hoher Dynamikumfang sorgt dafür, dass alle Details und Helligkeitsabstufungen im Bild korrekt zu sehen sind.

Ausstattung: Die Bridge-Kamera ist mit einem optischen 18fach-Zoom ausgestattet, das eine Brennweite von 27 bis 486 Millimetern liefert. Das Display ist 2,7 Zoll groß. Als Verwacklungsschutz setzt die P80 einen mechanischen Bildstabilisator ein, der über einen beweglichen CCD-Sensor arbeitet. Neben den üblichen Halbautomatiken bietet die 10-Megapixel-Kamera verschiedene Motivprogramme und Sonderfunktionen wie einen Belichtungsausgleich, eine Rote-Augen-Korrektur und eine automatische Gesichtserkennung

Fazit: Bis auf den Dynamikumfang, der sehr hoch war, enttäuschte uns die Nikon P80 in punkto Bildqualität. Denn die Bridge-Kamera produzierte bereits bei kleinen ISO-Einstellungen deutliches Bildrauschen und zeigte bei langer und kurzer Brennweite auch eine deutliche Vignettierung auf. Dafür war die Kandidatin gut ausgestattet und ließ sich einfach bedienen.

Alternative: Ein Megapixel weniger, dafür aber etwas günstiger und mit besserer Bildqualität - mit der Fujifilm Finepix S9600 bekommen Sie eine Bridge-Kamera, die ebenfalls ein Weitwinkel-Objektiv bietet (28 bis 300 Millimeter). Ihr Nachteil gegenüber der P80 ist jedoch das Gewicht: Die Fuji-Kamera wiegt mit 799 Gramm fast das Doppelte des Nikon-Modells.