Funzt ned

Digitaler Polizeifunk in München vorübergehend abgeschaltet

21.02.2011
Zweieinhalb Monate nach dem Start des Probebetriebs ist der Digitalfunk bei der Münchner Polizei vorübergehend wieder abgeschaltet worden.
Polizeipräsidium München, Eingang Ettstraße
Polizeipräsidium München, Eingang Ettstraße
Foto: Polizei München

Am Freitagabend sei wegen eines Fehlers im Funknetz wieder auf den analogen Funk umgestellt worden, bestätigte Polizeisprecher Sven Müller einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks. Sobald das Problem behoben sei, werde wieder zum Digitalfunk zurückgekehrt.

Es gehe darum, im derzeitigen Probebetrieb alle Fehler ausmerzen. "Dies bedeutet kein Scheitern. Es sind Fehler, die im Rahmen eines Probebetriebes auftreten können und zügig behoben werden." Anfang Dezember 2010 hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München den Probebetrieb gestartet. Im Frühsommer soll das System für München abgenommen werden.

Unter anderem sei es durch die besonders sichere Verschlüsselung der Gespräche zu Schwierigkeiten bei der Sprachqualität gekommen, berichtet der BR. Außerdem hätten Beamte bemängelt, dass die Menüführung der Geräte für den Alltagsbetrieb zu kompliziert sei.

Der digitale Polizeifunk war immer wieder wegen technischer Pannen und hoher Kosten in die Kritik geraten. Das Digitalfunknetz in Bayern soll bis Ende 2012 weitgehend aufgebaut sein, von Polizei und Rettungsdiensten genutzt werden und die bisherigen analogen Funknetze überflüssig machen. (dpa/tc)