Gesche Joost

Digitale Wirtschaft könnte Jugendarbeitslosigkeit senken

25.11.2014
In der digitalen Entwicklung hinkt Deutschland im europäischen Vergleich nach Einschätzung der Netzexpertin der Bundesregierung noch deutlich hinterher.

Dabei gebe es die große Hoffnung, dass die digitale Wirtschaft auch hierzulande das "Zugpferd" etwa bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit werden könne, sagte Gesche Joost (SPD) am Dienstag in Berlin. Es gebe gleichzeitig einen großen Fachkräftemangel in Deutschland. Doch entsprechende Ausbildungen auch an Schulen fehlten noch weitgehend. "In Großbritannien sind Programmierkenntnisse zum Beispiel in der Schule bereits ins Curriculum aufgenommen, hier stehen solche Angebote noch gar nicht wirklich auf dem Plan", sagte die Designforscherin, die in der Bundesregierung die Rolle einer "digitalen Botschafterin" einnimmt.

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Foto: Susi Knoll / SPD

Es gebe noch eine ganze Reihe von Menschen, die sich mit den technologischen Entwicklungen schwertun, sagte Dieter Kempf, Präsident vom Branchenverband Bitkom. "Neue, disruptive Trends schrecken viele Menschen eher ab", sagte Kempf zum Auftakt des Trendkongresses des Verbands. "Es gibt noch immer Leute, die allein der Gedanke an eine Gesundheitskarte krank macht." Die Branche müsse aber etwa Sicherheitsbedenken ernst nehmen und Lösungen finden. Eine Studie habe allerdings ergeben, dass 79 Prozent der Bundesbürger das Internet "einfach toll" fänden. Die ITK-Branche müsse in vielen Fällen noch viel Überzeugungsarbeit leisten. (dpa/tc)