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IT-Trends 2016

Digitale Transformation sichert die Zukunftsfähigkeit

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Cloud, Internet der Dinge, Big Data und Mobility sind die zentralen IT-Themen für Unternehmen – und haben entscheidenden Einfluss auf deren Zukunftsfähigkeit und die zukünftigen Aufgaben der Mitarbeiter. Doch welche Technologien und Innovationen bestimmen in diesen Bereichen die IT-Trends 2016?

Cloud-Technologien haben in deutschen Unternehmen deutlich an Verbreitung gewonnen und sind dafür verantwortlich, wie Informationstechnologien in Firmen überhaupt genutzt werden. Cloud-Dienste können riesige Datenmengen speichern und machen die gespeicherten Informationen weltweit rund um die Uhr verfügbar. Damit bilden sie die Grundlage für eine erfolgreiche digitale Transformation der Unternehmen.

Das Vertrauen in öffentliche Cloud-Dienste wächst

Deutsche Firmen vertrauten 2015 noch vorrangig der privaten Cloud. Allerdings scheint nun ein Umdenken einzusetzen, das zu einer steigenden Akzeptanz der Public-Cloud-Dienste führt. So liefert der aktuelle Report "Forecast: Public Cloud Services, Worldwide, 2013-2019, 4Q15 Update" von Gartner aufschlussreiche Prognosen zur Entwicklung der Public-Cloud-Dienste für das Jahr 2016. Demnach prognostiziert das IT-Research- Unternehmen für den Markt der Public-Cloud-Services ein weltweites Wachstum um 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 175 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 auf 204 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2016. Den größten Wachstumsanteil mit 38,4 Prozent steuert hier der Bereich Infrastructure as a Service (IaaS) bei und ist damit einer der entscheidenden IT-Trends 2016 im Cloud-Bereich.

Der Report zeigt zudem, dass dieser Trend auch in Deutschland seine Spuren hinterlassen wird. Gartner prognostiziert für die Public-Cloud-Services ein Wachstum von 13,9 Prozent. Anders ausgedrückt: Im Jahr 2015 gaben deutsche Unternehmen für Public-Cloud-Services rund 6,5 Milliarden US-Dollar aus. 2016 werden es circa 7,4 Milliarden US-Dollar sein. Mit 38,6 Prozent soll auch hier der Bereich IaaS das größte Wachstum erzielen.

Foto: Gartner

IoT und Industrie 4.0 im Aufwind

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) hat im vergangenen Jahr stark an Fahrt aufgenommen und wird 2016 weiter zulegen. Kaum ein Unternehmen wird daran vorbeikommen - denn auch für IoT-Anwendungen, die im privaten Bereich zum Einsatz kommen, müssen die miteinander vernetzten "Dinge" schließlich produziert werden, und ihre "Intelligenz" können sie erst mit der richtigen Software und Vernetzung entfalten. Hardware-Entwickler, Hersteller und Programmierer werden 2016 auf diesem Gebiet mehr denn je gefragt sein.

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Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Für das produzierende Gewerbe ist speziell in Deutschland "Industrie 4.0" das zentrale Thema. Hier geht es um die Vernetzung und den intelligenten Informationsaustausch von Maschinen und Produktionsanlagen untereinander. Die Intelligenz erschließt sich aus der Analyse der Daten, die vorausschauende Wartungszyklen oder die Optimierung von Produktionsprozessen ermöglicht. Auch die Weiterentwicklung besserer und vor allem intelligenter Sensortechnik ist Teil der IT-Trends 2016. Große Unternehmen wie Intel oder Siemens setzen diese Technologien zwar schon länger ein. Allerdings war noch vor Kurzem Speicherplatz knapp und teuer, die anfallenden Datenmengen aber riesig. Diese Probleme gehören nun der Vergangenheit an, sodass Industrie 4.0 in diesem Jahr für immer mehr Unternehmen Realität wird. Big Data und intelligente Datenanalyseverfahren sind weitere Bausteine für IoT und Industrie 4.0, die in diesem Jahr stark an Bedeutung gewinnen werden.

Neue Server-Prozessoren und Windows Server 2016

Noch besser als bisher wird die technische Umsetzung dieser Innovationen mit der neuen Generation von Prozessoren gelingen, die der Server-Performance 2016 einen weiteren Leistungssprung bescheren soll.

Intel hat seine neuen Modelle der Intel® Xeon® Prozessor E5-2600 Produkt-Familie bereits auf der Entwicklerkonferenz IDF 2015 angekündigt, die Chips werden noch im ersten, spätestens aber im zweiten Quartal 2016 verfügbar sein. Die verschiedenen Versionen sollen bis zu 22 Kerne enthalten und den schnellen Arbeitsspeicher DDR4-2400 nutzen. Server-Hersteller wie Dell werden also unmittelbar nach Verfügbarkeit der neuen Intel® Xeon® Prozessoren noch in diesem Jahr Server mit noch höherer Rechenleistung anbieten können. Und auch beim Betriebssystem tut sich etwas: Microsoft hat angekündigt, dass Windows Server 2016 im dritten Quartal des Jahres final auf den Markt kommen soll.

Die Integration von Industrie 4.0 in Produktionsanlagen wird in diesem Jahr zunehmen.
Die Integration von Industrie 4.0 in Produktionsanlagen wird in diesem Jahr zunehmen.
Foto: industrieblick, de.fotolia.com

Big Data - darf's ein Petabyte mehr sein?

Das Business der Zukunft erzeugt riesige Mengen an Daten. Das belegen diverse Untersuchungen wie der erst kürzlich erschienene "Big Data Report" des Research Lab for Digital Business an der Hochschule Reutlingen. Danach hat das Internet der Dinge (IoT) einen entscheidenden Einfluss darauf, Big Data-Technologien wie effizientere Speichermethoden und Datenanalyse voranzutreiben. Mit Technologien wie NoSQL- sowie In-Memory-Datenbanken lassen sich heute schon immense Datenmengen innerhalb kurzer Zeit analysieren. Hierfür gibt es bereits einige Programme, auch Open-Source-Lösungen, die eine Datenanalyse in einem Größenbereich von mehreren Petabytes ermöglichen. Hier sind für die IT-Trends 2016 weitere interessante Ansätze und innovative Entwicklungen zu erwarten.

Im Zuge des IT-Trends 2016 hin zu Big Data ist es zunehmend wichtig, einen speziell dafür zuständigen Ansprechpartner im Unternehmen zu haben. Während es hierfür in großen Unternehmen meist klar definierte Zuständigkeiten gibt, haben viele Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten auf diesem Gebiet noch Nachholbedarf.

Für ein modernes Datacenter ist das Speichern und die Verarbeitung der riesigen Datenmengen bei BigData kein Problem.
Für ein modernes Datacenter ist das Speichern und die Verarbeitung der riesigen Datenmengen bei BigData kein Problem.
Foto: Dell

Der Arbeitsplatz im zukunftssicheren Unternehmen

Ein Nebeneffekt der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitsprozesse ist, dass sich zugleich der Arbeitsplatz verändert. Dieser IT-Trend ist bereits im Gange und wird sich in diesem Jahr weiter fortsetzen. Neben den oben erwähnten Cloud-Services und Big Data-Technologien spielen hier mobile Endgeräte eine große Rolle. Im Zusammenspiel all dieser Elemente können Mitarbeiter quasi an jedem Ort ihre Tätigkeit flexibel und mobil ausüben. Unternehmen sind daher gut beraten, mit Blick auf ihre Zukunftsfähigkeit ihre geschäftlichen Prozesse zu analysieren. Hier gilt es, die Veränderungen durch die Digitalisierung zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Dell IT-Trends 2016 Arbeitsplatz
Dell IT-Trends 2016 Arbeitsplatz
Foto: Dell

Fazit

Das Jahr 2016 wird für viele Unternehmen tiefgreifende technologische Veränderungen bringen. Eine große Rolle fällt dabei der digitalen Transformation zu. Indem sie sich deren Herausforderungen stellen, können Unternehmen die Weichen für ihren zukünftigen Erfolg stellen. Vor allem Big Data wird 2016 mit dem Fortschreiten von IoT und Industrie 4.0 an Bedeutung gewinnen und einen der wichtigsten IT-Trends 2016 setzen.

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