Digitale Nachrichten per Richtfunk

20.02.1976

MÜNCHEN - Zunehmende Digitalisierung des Nachrichtenaustausches im Nahverkehr, steigender Bedarf an Übertragungskapazitäten sowie Wirtschaftlichkeitsaspekte zwingen zur Erschließung von

Frequenzbereichen oberhalb 13 Gigaherz:

Die Bundespost erhielt zu Testzwecken erste Geräte eines neuen PSK-Richtfunksystems 120-240/1500 (Phase Shift Keying = digitale Phasenmodulation), das von der Siemens AG, München, entwickelt wurde. Ein wetterfestes Gehäuse - die Vorderfront dient als Parabolspiegel (Foto) - nimmt bis zu vier Sender und Empfänger auf. Ein einzelnes System kann zwei Signalströme mit einer Bitrate von jeweils 8,448 MBits in der Sekunde übertragen, das entspricht 2 X 120 Sprechkanälen.

Die neue Richtfunkanlage dürfte auch für DFÜ-Benutzer interessant sein: Nach Siemens - Angaben sie sich für den Datentransfer zwischen Rechenanlagen auf Übertragungsstrecken von 25 bis 50 km Länge. (pi)