Gartner Prognose

Diese Trends verändern die IT

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Auf der Gartner Symposium/ITxpo 2010 in Orlando präsentierte Gartner die zehn wichtigsten Technologien und Trends für IT-Unternehmen. Lesen Sie, welche Entwicklungen in den kommenden Jahren von strategischer Bedeutung sind.
Foto: Gartner

Als strategisch stuft Gartner eine Technologie ein, wenn sie erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen in den kommenden Jahren mit sich bringt. Dabei muss eine solche Technologie nicht neu sein, aber sie muss das Potenzial haben, den Markt in den kommenden Jahren wesentlich zu beeinflussen. Unternehmen werden durch sie gefordert, hohe Investitionen zu tätigen oder das Risiko einzugehen, eine Technologie zu spät zu implementieren.

Das trifft auf folgende zehn Trends zu:

Cloud Computing

Zwei Arten von Cloud-Services bestimmen aktuell den Markt: die "Open Cloud" und die "Closed Cloud". In den kommenden drei Jahren verwischt die Grenze zwischen diesen beiden Arten. Angebote aus der Public Cloud werden in „private Wolken“ gepackt, die Firmen in ihre IT einbinden können. Bis 2012 richten Unternehmen immer öfter eigene Sourcing-Teams ein, die für die komplette Cloud-Administration verantwortlich sind.


Mobile Applications and Media Tablets

Bis Ende 2010 besitzen rund 1,2 Milliarden Menschen ein mobiles Gerät wie Smartphone oder Tablet. Speziell für die Geräte angepasste Applikationen bieten eine bequeme und direkte Bedienung, und das immer und überall. In den kommenden Jahren werden Kunden diese Applikationen immer öfter webbasierten Angeboten vorziehen und vorzugsweise über „Apps“ Informationen empfangen und kommunizieren.

Social Communications and Collaboration

Social Media Angebote lassen sich gemäß der Gartner-Terminologie in vier Kategorien einteilen:

  • Social Networking wie Facebook, Xing und andere „Verzeichnisse“.

  • Social Collaboration: Wikis, Blogs und andere Formen von vernetzem Wissen.

  • Social Publishing: YouTube, Flickr und weitere Plattformen für ein einfach Publizieren.

  • Social Feedback: Plattformen wie Amazon oder idealo bieten Platz für Kundenrezensionen.

Bis 2016 fließen solche Technologien in jede Business-Anwendung ein. Unternehmen führen damit ihr CRM-System, die interne Kommunikation und Kollaboration sowie die öffentliche Webpräsenz zusammen.