Dienstbare Geister auf dem Desktop

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Jeder kann seinen Desktop individuell über die Betriebssystem-Funktionen einstellen, doch noch netter geht das mit "Widgets".

Das sind Miniroutinen, die allerlei Nützliches verrichten können. Der Vorteil dabei: Die Tools laufen praktisch im Hintergrund und stören so nicht; sie lassen sich aber schnell in den Vordergrund rufen.

Bekannt wurden die Module durch Apples "Mac OS X". Der Internet-Portalbetreiber Yahoo bietet unter http://widgets.yahoo.com eine Vielzahl von mehr oder weniger nützlichen Tools nebst der Ablaufumgebung für Mac und Windows an.

Nach dem Download und der Installation der "Yahoo Widget Engine" kann der Anwender Widgets auf dem Rechner betreiben. Die Setup-Routine kopiert eine Reihe solcher Progrämmchen auf den PC. Einige davon verknüpfen sich mit Yahoo-Diensten, wie etwa ein alternatives Frontend zu Yahoos Suchmaschine sowie ein E-Mail-Checker für "Yahoo Mail". Ein anderes gestattet es, auf die in Outlook gespeicherten Aufgaben in einem Widget anzuzeigen.

Viel interessanter sind aber die zahlreichen Widgets auf der Website unter "Gallery". Neben zahlreichen Spielen und eher für den Zeitvertreib gedachten Komponenten gibt es eine gut gelungene Implementierung von "Postits" (die gelben Klebezettel für den Desktop), einen wissenschaftlichen Taschenrechner ("Calcmatic") sowie eine Reihe von Admin-Tools, darunter einen "Disc Monitor", einen Passwort-Manager ("PWSafe") sowie den "Wifi Tracker" (zeigt die Sendestärke des WLAN sowie verbundene Netze an).

Widgets laufen direkt auf dem Desktop ab und lassen sich (etwa durch "F8") über geöffnete Applikationen einblenden. Einstellungen gestatten es, die Module teilweise durchsichtig zu machen. Ebenso einfach ist es, einzelne Module vom Desktop zu entfernen. Wem die gebotenen Tools nicht reichen, der kann sich eigene entwickeln.

CW-Fazit: Unter den Yahoo Widgets gibt es nützliche und weniger nützliche. Die Auswahl ist so groß, dass für jeden etwas dabei sein dürfte.