IT & Business Excellence

SAP ERP und SAP Business One

Die zwei Schicht-ERP-Architektur bei DeLaval

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
DeLaval integriert kleine Vertriebseinheiten über SAP Business One in seine zentrale SAP-ERP-Lösung. Auftragsabwicklung und internes Bestellwesen werden gestrafft, Compliance-Anforderungen besser erfüllt.
"Wir haben über SAP Business One kleine Vertriebs- und Servicefilialen an das SAP ERP-Mutterschiff angebunden und so Prozesse harmonisiert und manuelle Tätigkeiten reduziert", sagt Konstantin Reidel, IT-Architect Information Services bei DeLaval Services.
"Wir haben über SAP Business One kleine Vertriebs- und Servicefilialen an das SAP ERP-Mutterschiff angebunden und so Prozesse harmonisiert und manuelle Tätigkeiten reduziert", sagt Konstantin Reidel, IT-Architect Information Services bei DeLaval Services.
Foto: DeLaval

Die ursprünglich 1883 von Gustaf de Laval, dem Erfinder des Cream Separator - einer Zentrifuge zum Abscheiden des Rahms bei Milch -, gegründete Firma DeLaval ist heute ein international in mehr als einhundert Ländern agierender Konzern. Das Unternehmen, das zur Tetra-Laval-Gruppe gehört, hat 16 Produktionsstätten sowie 50 Vertriebsgesellschaften und lokale Vertriebsorganisationen.

"Für unser weltweit agierendes Unternehmen werden durchgängige Abläufe auf der Grundlage moderner Informationstechnologie immer unverzichtbarer", weiß Konstantin Reidel, IT-Architect Information Services bei DeLaval Services GmbH. Ein wichtiger Bestandteil in der Geschäftsstrategie von DeLaval ist daher, die Betriebsabläufe standortübergreifend zu standardisieren und zu harmonisieren sowie bestimmte Prozesse, wie etwa die Exportabwicklung, zu zentralisieren. Dadurch sollen Geschäftsrisiken minimiert und Compliance-Richtlinien besser erfüllt werden. Zur Risikominimierung soll auch die Trennung von Verantwortlichkeiten und Befugnissen beitragen.

Two-Tier-ERP-Strategie umgesetzt

Dazu werden die in der Zentrale definierten Prozesse als Standard sukzessive in den Töchtern etabliert - soweit rechtlich möglich. IT-technisch setzt DeLaval dieses Vorhaben auf Basis einer Two-Tier-ERP-Strategie um. Größere Gesellschaften werden in den zentralen SAP-ERP-Mandanten integriert, der im Rechenzentrum in Hamburg betrieben wird. Laut Konstantin Reidel wäre in kleinen Vertriebs- und Serviceeinheiten, die zwischen fünf und 40 Mitarbeiter beschäftigen, der Rollout von SAP ERP in puncto Lokalisierung, Customizing und die Einrichtung von Werken und Buchungskreisen zu komplex und zu teuer gewesen.