Die Zukunft des System-Managements

Ludger Schmitz ist freiberuflicher IT-Journalist in Kelheim. Er ist spezialisiert auf Open Source und neue Open-Initiativen.
BMC, CA, Hewlett-Packard und IBM dominieren den Markt für Systemsteuerung. Ihre Produkte sind auf dem Weg vom Infrastruktur- zum Service-Management.

Schlagzeilen haben die vier Großen der System-Management-Szene in den letzten Jahren reichlich gemacht - allerdings nicht wegen überragender Innovationen. Vielmehr waren es Firmenübernahmen, mit denen sie nicht nur ihr Portfolio erweiterten, sondern auch ihre Marktposition verschoben.

Hier lesen Sie …

  • wie Firmenübernahmen die Positionierung von Produkten und Anbietern verändert haben;

  • warum sich das System-Management von der Infrastruktur zu Business-Prozessen verschiebt;

  • welche folgen Web-Service und SOAshaben.

Die Steuerung der IT-Geräte wird gegenüber der Unterstützung von Business-Prozessen zu einer nachgeordneten Aufgabe im System-Management.
Die Steuerung der IT-Geräte wird gegenüber der Unterstützung von Business-Prozessen zu einer nachgeordneten Aufgabe im System-Management.

So brachte sich IBM mit dem Kauf von Micromuse in den Besitz der ursprünglich von Riversoft stammenden "Discovery Engine", die Hewlett-Packard zu einer Grundlage von "Openview" gemacht hatte. Dadurch verlor HP seinen Vorsprung im Netzwerk-Management. Außerdem machte Big Blue durch den Kauf von Candle sein Defizit in Sachen Monitoring wett.

Kaufen statt entwickeln

HP schaute nicht untätig zu. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren elf kleinere bis mittelgroße Anbieter von System-Management-Software gekauft. Mit den Übernahmen von Novadigm und Peregrine schloss es Lücken im Asset-Management und Reporting. Auf der Ebene der Server-Verwaltung stärkte HP sich mit den Käufen von AppIQ, Outerbay und Codearts. Außerdem kaufte es den Blade-Erfinder RLX - nicht etwa wegen seines Portfolios an ultrakompakten Servern, es ging vielmehr um dessen Blade-Management-Software "Control Tower". Bei dieser Aufgabenstellung können andere Blade-Anbieter, mit Ausnahme von Fujitsu-Siemens ("Flexframe"), nicht mithalten.