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Die Zukunft der Suchmaschine

28.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Optimierung von Suchmaschinen und die Entwicklung neuer Methoden, mit denen sich bestimmte Daten aufspüren lassen, waren die Hauptthemen auf der zwölften internationalen World Wide Web Conference in Budapest. Zwar habe sich die Technologie beständig weiterentwickelt, die Bedienung der Software sei jedoch im Laufe der Jahre kaum verbessert worden. Das sollen Tools ändern, die Wissenschaftler auf der Konferenz vorgestellt haben.

Ein Forschungsteam des japanischen Herstellers NEC beschreibt in dem Arbeitspapier "Mining the Peanut Gallery" ein Werkzeug, das automatisch Testberichte und weitere Beschreibungen zur Verfügung stellt, wenn nach Produkten gesucht wird. Die Informationen sammelt "Review Seer" von Websites und Newsgroups. Über Zusatzfunktionen können Anwender die Suche personalisieren und zum Beispiel nur nach Geräten bestimmter Preisklassen stöbern.

Einen anderen Ansatz verfolgt Ben Shneiderman, Informatik-Professor an der University of Maryland. Nach seiner Überzeugung finden Menschen Inhalte leichter, wenn sie sich an Bildern statt an Text orientieren können. Seine Java-basierende Suchmaschine "TimeSearcher" zeigt Informationen zu Suchbegriffen anhand von Grafiken an.

Andere vorgestellte Technologien wie "PhotoMesa" und "PhotoFinder" dienen speziell zum Auffinden einzelner Bilder aus großen Fotosammlungen.

Forschern der Stanford University entwickelten eine Methode, die die Geschwindigkeit klassischer Suchmaschinen wie Google beschleunigen soll. Laut Projektleiter Sepandar Kamvar lasse sich durch drei einfach zu implementierende Optimierungen die Performance um 30 Prozent steigern. (lex)