Projekt-Management

Die Zeit der Macher ist abgelaufen

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Der Projekt-Manager mit rein technischen Fähigkeiten ist out, findet Mary Gerush von Forrester Research. Sie beschreibt den Projektleiter der nächsten Generation als kommunikativ und sozial kompetent.
(Foto: Gina Sanders/Fotolia.com)
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Technisches Wissen sei in Ordnung, die neue Generation von Projekthäuptlingen müsse sich aber durch eine ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit auszeichnen, meinen die Forrester-Analysten. Für die Arbeit von IT-Projekt-Managern bedeutet das, dass sie sich umstellen müssen. Technisches Know-how ist zwar nach wie vor wichtig für den Erfolg ihrer Arbeit. Viel mehr als bisher aber sollten sich die Projektleiter mit neuen Tugenden schmücken: In Zeiten wie diesen, in denen jeder Euro dreimal umgedreht wird, ist die Arbeit stärker als bisher am Geschäftserfolg des Kunden auszurichten.

Projektleiter müssen ihre Rolle als Macher über Bord werfen und sich als Moderatoren stärker den weichen Faktoren in den Teams zuwenden, die sich weitgehend selbst organisieren können. "Mehr reden, weniger schreiben", fasst Forrester-Analystin Gerush die veränderte Aufgabenstellung für den "Next-Generation Project Manager" zusammen. Es werde zunehmend wichtiger, dass der IT-Projektleiter Teams aufbauen und zusammenhalten könne und zu einer effizienten Zusammenarbeit bringe.

Richtig sei aber auch, dass der Projektleiter von morgen nach wie vor die Technologie und ihre Implikationen für das Kerngeschäft zu beherrschen habe - aber nicht nur. Den Projekt-Manager, der Vorhaben aller Art unabhängig von Gegenstand und Inhalt umsetzt, sprich die eierlegende Wollmilchsau, wird es auch für Forrester nicht geben.