Solid State Disk im Test

Die zehn schnellsten SSD-Festplatten

22.07.2009 | von Miachael Schmelzle?und?Martin-Roger Jones
SSD-Festplatten glänzen mit hohen Geschwindigkeiten vor allem beim Windows-Start. Dieser Test bewertet Flash-Drives bis 300 Euro.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Festplatten speichert eine Solid State Disk (SSD) Daten in Flash-Chips. Weil sie direkt auf Speicherzellen zugreift, erreicht eine SSD wesentlich höhere Transferraten und kürzere Zugriffszeiten als klassisches Hard Disks, die rotierende Scheiben magnetisieren oder demagnetisieren. Neben dem Tempovorteil ist eine SSD robuster und arbeitet ohne jegliche Geräusche. Dieser Test vergleicht die besten SSD-Festplatten bis 300 Euro.

Der direkte Zugriff auf Speichersektoren verhilft einer Solid State Disk zu sehr hohen sequenziellen Transferraten. In diesem ungepufferten Betriebsmodus erreicht eine SSD ihr theoretisches Maximum, das in der Praxis nur sehr selten realisiert wird; etwa beim Lesen und Schreiben riesiger Mengen kleiner Dateien. Deshalb stellen die SSD-Hersteller die sequenzielle Transferleistung in den Vordergrund. Die SSD-Modelle bis 300 Euro kommen im Test beim sequenziellen Lesen auf maximale Datenraten zwischen 159 und 253 MB/s.

Die besten SSD-Modelle bis 300 Euro: maximale sequenzielle Leserate
Die besten SSD-Modelle bis 300 Euro: maximale sequenzielle Leserate

Zum Vergleich: Die bisher beste herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte im Test, die Seagate Momentus 7200.4 ST9250410AS, kam beim sequenziellen Lesen auf fast 100 MB/s. Allerdings handelt es sich bei dieser Festplatte um ein Modell, das mit 7200 statt 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Durchschnittlich liegt das Lesetempo moderner 5400er-Scheibendreher nur bei 70 MB/s. Stellt man die jeweiligen Mittelwerte gegenüber, ist eine SSD beim sequenziellen Lesen unterem Strich circa zwei bis dreimal schneller als eine klassische 2,5-Zoll-Festplatte.

Die besten SSD-Modelle bis 300 Euro: maximale sequenzielle Schreibrate
Die besten SSD-Modelle bis 300 Euro: maximale sequenzielle Schreibrate

Beim sequenziellen Schreiben erzielt eine SSD einen nicht ganz so hohen Tempovorsprung gegenüber einer herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte. Die SSD-Modelle bis 300 Euro erreichen im Test eine Transferleistung zwischen 90 und 237 MB/s. Eine sehr schnelle 2,5-Zoll-Festplatte mit ferromagnetischer Technik schafft in der Spitze bis zu 98 MB/s beim sequenziellen Schreiben und überholt damit schon eine langsame SSD. Durchschnittlich liegt die Schreibgeschwindigkeit aktueller Scheibendreher allerdings bei 70 MB/s.

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