iPad 2, iPhone 4S, Nokia Lumia 800, Ultrabooks...

Die wichtigsten Mobile Devices 2011

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Diese mobilen IT-Produkte gaben im abgelaufenen Jahr den Ton an, schrieben Geschichte oder begründeten neue Trends.

Egal ob Appifizierung, Bring your own Device (ByoD), Cloud Computing, Consumerization, Enterprise Mobility oder Sprachsteuerung: Immer stecken innovative Endgeräte hinter den Trends. Sie verhelfen den aktuellen Modeerscheinungen in der IT erst zum Durchbruch. Bestes Beispiel dafür sind sicher Apples iPhone und iPad - und das gleich in vielerlei Hinsicht. Doch auch andere Produkte oder Produktkategorien waren 2011 wegweisend oder deuten an, was private und berufliche Anwender in der näheren Zukunft erwarten können.

Apples große Würfe: iPhone 4S und iPad 2

Foto: Apple, Claudia Wolf

Krankheit und Tod von Firmengründer Steve Jobs haben Apple in diesem Jahr in den Grundfesten erschüttert. Das ändert aber nichts daran, dass Apple auch 2011 im Segment der Smartphones und im jungen Tablet-Markt den Ton angab. Das Patentrezept: Kleinere Produktverbesserungen, um technisch einigermaßen auf der Höhe der Zeit zu bleiben, sowie ein bis zwei Highlights wie die ultradünne Bauweise beim iPad 2 oder Siri beim iPhone 4S. Gefördert durch die bei Apple übliche Portion Geheimniskrämerei und den Hauch von Exklusivität, verkauften sich die Geräte trotz saftiger Preise praktisch von selbst.

Doch damit nicht genug: Dank seines florierenden Ökosystems aus iTunes, App Stores, eigenen Apple Stores sowie den bedingt durch hohe Stückzahlen niedrigen Produktionskosten, erzielte die Company Gewinne, um die sie vermutlich sogar Drogenkartelle beneiden. Anders als diese Branche sprang Apple nicht kriminell, wohl aber ausgesprochen hart mit der Konkurrenz um. Selbst Newcomer im Mobility-Bereich sahen sich regelmäßig mit den Patentanwälten der Apfel-Company konfrontiert. Das Imperium will eben geschützt werden. Bislang hatte die Taktik weitgehend Erfolg, längerfristig setzt Apple jedoch seinen guten Ruf aufs Spiel.

Schwieriger Neuanfang: Nokia Lumia 800

Als erstes Ergebnis seiner Partnerschaft mit Microsoft hat Nokia nach nicht einmal neun Monaten sein erstes Windows Phone zur Welt gebracht gebracht. Mit dem aus schwarzem, cyan- oder magenta-farbenem Polycarbonat gefrästen Unibody-Gehäuse hebt sich das Gerät optisch von der Masse der iPhone-Klone ab. Technisch hat es das "Lumia 800" dagegen schwerer, eigene Akzente zu setzen: Bei der Hardware muss sich Nokia den Vorgaben von Microsoft beugen, softwaretechnisch dominiert das weitgehend unbekannte und sicherlich unterbewertete Betriebssystem Windows Phone 7.5. Schaffen Nokia und Microsoft gemeinsam den Turnaround?

RIMs Leuchtturm-Projekt: Blackberry Torch 9860

Mit einigen Jahren Verspätung präsentiert der Hersteller Research in Motion (RIM) erstmals einen ernst zu nehmenden Konkurrenten für das iPhone und Android-Geräte - zumindest für Business-Anwender. Das "Blackberry Torch 9860" besitzt ein berührungsempfindliches Display mit einer 9,7 Zentimeter langen Bildschirmdiagonale (3,7 Zoll), das mit 800 mal 480 Pixel auflöst. Im Inneren des Geräts werkelt ein Snapdragon-Chip von Qualcomm mit 1,2 Gigahertz Taktfrequenz, dem 768 MB RAM zur Seite gestellt sind. Weitere Features sind eine Fünf-Megapixel-Kamera, 4 GB interner Speicher (per Micro-SD-Karte erweiterbar), GPS, WLAN und HSPDA. Softwareseitig wartet das Smartphone mit dem überarbeiteten Blackberry OS 7 auf, das Blackberry Protect für Daten-Backups in der Cloud und Balance für die Trennung von Beruflichem und Privaten bietet.