"Stiftung Warentest" prüft 13 Notebooks

Die Verarbeitung ist teilweise nur mangelhaft

28.03.1997

Alle Notebooks waren mit Pentium-CPUs ausgestattet. Die durchschnittliche Festplattengröße betrug zirka 800 MB, Olivettis "Echo"-System wartete gar mit einer 1 GB großen Platte auf. Sieben der 13 Prüflinge besitzen eingebaute CD-ROM-Laufwerke, bei den anderen läßt sich über die PC-Card-Schnittstelle ein externes Laufwerk anschließen.

Die Displays sind entweder in der TFT- oder DSTN-Technologie (TFT = Thin Film Transistor, DSTN = Double Super Twisted Nematic) ausgestattet. Die Berliner Tester ließen keinen Zweifel daran, was sie von den beiden Varianten halten: DSTN ist "deutlich schlechter" - TFT mit einem Preisaufschlag von zirka 1000 Mark aber erheblich teurer.

Bis auf die jeweils zwei Compaq- beziehungsweise Toshiba-Notebooks besaßen alle anderen getesteten Rechner Soundchips für die Tonwiedergabe. Diese allerdings fiel bei den Geräten eher schlecht aus: Wenn man keine Kopfhörer benutze, sei der Klang der eingebauten Lautsprecher "einfach schauderhaft".

Kritik äußerten die Tester an der Stromversorgung. NC-Akkus, also Nickel-Cadmium-Geräte, sind mittlerweile out. Neben Stromversorgern aus Nickel-Metallhydrid setzen sich zunehmend die Lithiumionenakkus (Li-Ion) durch.

Bei Compaqs "Armada 1120T" sowie den Mobilrechnern von Gateway, Vobis, IBM, Olivetti, Peacock und Texas Instruments reichte die Stromversorgung bei "intensiver Nutzung" weniger als anderthalb Stunden. Dell, Acer und Toshiba schnitten mit zwei und zweieinhalb Stunden um einiges besser ab.

Interessant ist die Effizienz der Energiesparmodi, die die Hersteller in ihren Notebooks verwenden. Hierzu gehört etwa, daß sich der Bildschirm oder die Festplatte abschaltet, wenn der Rechner eine Weile nicht benutzt wird. Die Öko-Schaltungen funktionieren bei Olivettis oder Vobis Notebooks gar nicht. Dell und Toshiba glänzen mit einer Arbeitsdauer von fast fünf Stunden im Sparbetrieb.

Schlecht schnitten die Tragbaren von IBM, Peacock und Gateway bezüglich der Verarbeitung ab. "Nicht sehr stabil" hätten das Gehäuse und die Tastatur von IBM gewirkt sowie die Tastatur von Peacock. Bei Gateway monierten die Tester die "unzweckmäßigen" Schnittstellen-Abdeckungen und schwergängigen Einschübe für PC-Card und Diskette. Toshibas Rechner hätten andererseits einen "besonders soliden Eindruck" gemacht.