Ratschläge für bessere BI-Strategie und höhere Anwenderakzeptanz

Die Tücken von Business Intelligence

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Sechs von zehn Anwendern sind mit ihrem Business-Intelligence-System (BI) unzufrieden. Experten raten, vor dem Einsatz eine Bestandsaufnahme aller Job-Rollen zu machen, um eine geeignete BI Strategie zu entwickeln.
Momentaufnahme der Unzufriedenheit mit BI.
Momentaufnahme der Unzufriedenheit mit BI.

Das mit der Wissensgesellschaft ist in den deutschen Unternehmen noch nicht angekommen. Zwar kaufen sie Business Intelligence Tools (BI), an der praktischen Umsetzung im Arbeitsalltag hapert es aber. So stellt der Berater Coretelligence, Bad Oeynhausen, in einer Umfrage unter rund 250 Firmen "mehrheitlich strategische Defizite" fest.

Die Umfrageergebnisse im Einzelnen: Rund sechs von zehn (59 Prozent) Entscheidern halten strategische Defizite für die größte Schwäche ihrer BI-Ausrichtung. Außerdem gelingt es ihnen offenbar nicht, die Belegschaft von Sinn und Zweck zu überzeugen: 55 Prozent nennen Defizite in der Benutzerakzeptanz als Problem. Immerhin 46 Prozent sprechen zusätzlich von technischen Defiziten.

Ein Grund zur Panik scheinen diese Ergebnisse aber nicht zu sein. Der Blick nach vorne sieht jedenfalls überwiegend positiv aus: 55 Prozent der Befragten halten die Zukunftsfähigkeit ihrer gegenwärtigen BI-Infrastruktur für zufriedenstellend bis positiv. 28 Prozent sind weniger optimistisch und bezeichnen ihre Situation als kritisch, weitere 17 Prozent sogar als sehr kritisch.

Coretelligence-Geschäftsführerin Marianne Wilmsmeier führt die Unzufriedenheit mit Business Intelligence darauf zurück, dass BI-Prozesse nicht aus übergeordneten Unternehmenszielen abgeleitet sind. BI und Geschäftsstrategien müssten stärker zusammengeführt werden.