IT-Trends

Die Tops und Flops 2011

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Auch in diesem Jahr hat Capgemini Anwenderunternehmen nach den für sie wichtigsten IT-Entwicklungen gefragt. Hier die Antworten.
Aus 32 vorgegebenen Themen bestimmten die befragten Entscheidungsträger die wichtigsten.
Aus 32 vorgegebenen Themen bestimmten die befragten Entscheidungsträger die wichtigsten.
Foto: CapGemini

Die Themen rund um das Web 2.0 kommen allmählich in den Unternehmen an - allerdings noch nicht in diesem Jahr. Das fand das Beratungsunternehmen Capgemini in seiner aktuellen Trendstudie heraus. Dafür analysierte es die Angaben von insgesamt 173 Entscheidungsträgern aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, von denen 40 Prozent mehr als eine halbe Milliarde Euro im Jahr umsetzen. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich von Ende September bis Ende Oktober 2010. Die Topmanager äußerten sich zu folgenden Themen: Entwicklung der IT-Budgets, Organisation der IT, Innovationen, Trends und Stand der IT-Industrialisierung, also Fertigungstiefe sowie Grad der Automatisierung, Standardisierung und Modularisierung.

Toptrend Virtualisierung

Auf die Frage nach den Trends gaben die Studienteilnehmer eine eindeutige Antwort: Schon im Jahr zuvor das Thema Nummer 1, wurde die Virtualisierung auch diesmal wieder am häufigsten genannt. Dabei verlagert sich der Schwerpunkt mittlerweile von den Servern zu den Desktops. Es geht darum, die Arbeitsplatzrechner zentral administrierbar zu machen, um Personalressourcen und Lizenzkosten zu sparen sowie die Auslastung der Hardware zu verbessern.

Dauerbaustelle Integration

Überraschend unter die Top Five der IT-Trends schaffte es in diesem Jahr die Integration von Standard- und Individualsoftware. Diese Aufgabe bleibt trotz Standardisierung der Schnittstellen und Service-orientierter Architekturen anspruchvoll, erläutert Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Capgemini, der als Autor der Studie zeichnet. Nach wie vor verlassen sich viele Unternehmen in ihren Kernprozessen auf individuelle Anwendungen, so Dumslaff, weil sie auf Wettbewerbsvorteile hoffen. Diese Systeme würden nur langsam abgelöst; hinzu kämen ständig neue spezialisierte Applikationen.

Bild: Fotolia, adware