VMware-Benchmark

Die Top-Server für Virtualisierung

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Je mehr Performance ein Server hat, desto besser. Umso mehr seit die Workloads vermehrt in virtuellen Maschinen wie von VMware bewältigt werden. Server-Hersteller liefern sich ein heißes Rennen, wer die beste Virtualisierungs-Lösung am Start hat. Der Tecchannel hat eine Performance-Rangliste zusammengestellt.

Intel stellt genau wie AMD seine Prozessoren als die bestmögliche Lösung für Virtualisierung dar. So zählen AMD-V aus der Opteron-Serie und Intel VT-x bei den Xeon-Modellen bereits zu den Standard-Features bei der CPU-Virtualisierung. Genau wie die Prozessortechnologien immer weiter verfeinert werden, nimmt auch der Grad der Virtualisierung immer mehr zu. Mittlerweile zeichnet sich ein Trend zur Virtualisierung der kompletten Plattform vom Speicher über die Netzwerkverbindungen bis hin zu allen I/O-Zugriffen ab.

Beim sogenannten „World Switch“, dem Wechsel zwischen virtuellen Maschinen, zeigte sich AMDs Opteron konzeptionell bisher im Vorteil. Der integrierte Speicher-Controller sorgt durch seine Virtualisierung für flinkere Umschaltzeiten. Das Zauberwort heißt „Nested Paging“. Der eigene Adressbereich jeder virtuellen Maschine (VM) muss von der Virtualisierungssoftware nicht mehr umgelenkt werden, die CPU erledigt dies deutlich schneller selbst. Seit März 2009 hat Intel mit seiner neuen Xeon-5500-Serie ebenfalls integrierte Speicher-Controller in den CPUs. „VT Extended Page Tables“ soll bei Intel für effizientere Wechsel zwischen den VMs sorgen.

Das Ziel der zusätzlichen Virtualisierungstechnologien ist klar: Die Prozessoren und die gesamte zugehörige Plattform sollen die Virtualisierungsleistung steigern. Möglichst wenig sollte mit der Software aufwendig und langsam emuliert werden müssen, die Hardware übernimmt mit hoher Performance und Stabilität die Virtualisierung zunehmend selbst.

Welche Performance ein Server bei der Virtualisierung mit all den Technologien von AMD oder Intel tatsächlich bietet, lässt sich mit dem Virtualisierungs-Benchmark VMmark von VMware überprüfen. Der Test erlaubt eine Einordnung für die Geschwindigkeit der Applikationen in den virtuellen Maschinen und zeigt auch die Konsolidierungsfähigkeit von Servern auf.

Die CPU- und Server-Hersteller wie Cisco, Dell, Hewlett-Packard, IBM oder Sun erkennen den VMware VMmark als Vergleichsmaßstab an und veröffentlichen die Virtualisierungsleistung ihrer Produkte. Dabei achten die Hersteller darauf, die bestmöglichen Resultate zu erreichen. Die Ergebnisse lassen sich somit als ultimative Leistungsfähigkeit der jeweiligen Server werten – mehr Virtualisierungs-Performance ist nicht drin!

In diesem Artikel präsentieren Ihnen unsere Schwesterpublikation Tecchannel die Virtualisierungs-Performance der besten Server mit zwei, vier und acht Prozessorsockeln.