IT-Services

Die sieben Top-Themen für 2009

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Durch die Krise verändern sich die Anforderungen an IT-Dienstleister.

Angesichts der Krise müssen sich IT-Dienstleister neuen und alten Herausforderungen stellen, um sich zu überleben und wachsen zu können. Die Analysten von Ovum haben mit Anwenderunternehmen gesprochen und dabei sieben Kernthemen ausgemacht, die den Markt für IT-Services aus ihrer Sicht derzeit beherrschen:

  • Cloud Computing: Begriffsvielfalt und Marketing sorgen nach wie vor für Verwirrung bei den Anwendern. Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten entwickelt sich Coud Computing aber zu einem der wettbewebintensivsten Bereiche der IT-Welt, meinen die Experten.

  • Qualitätssicherung und IT-Sicherheit: Durch die Krise steigt die Nachfrage nach Anwendungen und IT-Services, mit denen sich die Marktreife verkürzen und die Kosten nachweisbar senken lassen. Softwareentwickler und Outsourcing-Anbieter stehen daher unter verstärktem Druck, entsprechende Produkte und IT-Dienste zeitnah zu liefern.

  • Steigende Qualitätsansprüche: Nach Ansicht von Ovum müssen IT-Dienstleister bei der Überwachung und Prüfung ihrer Services noch höhere Maßstäbe anlegen als bisher.

  • Vendor-Management: Bei Outsourcing-Entscheidungen, die auf kurzfristigen Einsparzielen basieren, hat es die verbleibende IT-Mannschaft besonders schwer, den Business-Nutzen abzuleiten. Den oft eilig ausgehandelten Verträgen mangelt es oft an einer mittel- oder langfristige strategischen Ausrichtung. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Steuerung der externen Dienstleister.

  • BPO-Services: 2009 wird das Auslagern von Geschäftsprozessen laut Ovum wichtiger werden als das IT-Outsourcing. Durch die Konsolidierung des IT-Servicemarkts rücken IT- und Geschäftsprozess-Outsourcing näher zusammen. Davon profitieren Provider, die beides bieten.

  • Effizienzsteigerung: Die effiziente Nutzung von Ressourcen hat sich zu einer Kerndisziplin für CIOs, IT-Manager und IT-Dienstleister entwickelt. Ein Fokus auf Standards wie Itil und die Verbesserung der Infrastruktur - durch Konsolidierung, Standardisierung und Rationalisierung - ist heutzutage unerlässlich. Hinzu kommen neue Anforderungen - vor allem an Energieeffizienz und Umweltschutz.

  • Enterprise 2.0? Web-2.0-Tools wie Communities, Blogs und Wikis können die Interaktion zwischen Mitarbeitern verbessern. Die Experten von Ovum fragen sich jedoch, wie die neuen Kommunikationsformen allerdings konkret zum Geschäftserfolg beitragen sollen.